Kunstausstellung zum Thema "Was bedeutet Verl für dich?"

Wie sehen Verler Künstlerinnen und Künstler ihre Heimatstadt? Einen Einblick in die verschiedenen Perspektiven und Interpretationen gibt jetzt eine Ausstellung im Rathaus. „Die ausgestellten Werke zeigen sehr eindrucksvoll, wie vielfältig und bunt unsere Stadt ist“, freute sich die Beigeordnete Katrin Vilmar bei der gut besuchten Eröffnung über die große Bandbreite in der künstlerischen Herangehensweise.

Ausgangspunkt war ein Kunstwettbewerb, zu dem die Stadtverwaltung im vergangenen Herbst aufgerufen hatte. „Was bedeutet Verl für dich? Meine Stadt in Bild, Text und Audio“ lautete die Aufgabe, der sich zwölf Kunstschaffende stellten. Eingereicht wurden unter anderem Ölgemälde, Fotografien, Collagen, Zeichnungen sowie ein Gedicht.

Der Ausschuss für Bildung, Sport, Kultur und Generationen hatte drei Werke prämiert. Den ersten Preis erhielt Imke Janssen (Foto), die als gebürtige Hamburgerin eine besondere Beziehung zum Wasser hat. Seit sie in Verl lebt, gehört deshalb das Freibad zu ihren Lieblingsorten. In ihrem preisgekrönten Ölbild hat sie jenen besonderen Moment des Verschwimmens der Wasserlinie beim Auftauchen aus dem kühlen Nass eingefangen. Vorlage war ein mit einer Unterwasserkamera aufgenommenes Foto, das ebenfalls ausgestellt ist.

Platz zwei belegte Monika Eckholt mit einer abstrakten Collage. „Ich habe mich aufs Rad gesetzt, bin durch Verl gefahren und habe fotografiert, was mir für mich bedeutend erschien“, schilderte sie die Entstehung ihres Beitrags. So flossen Motive wie das Freibad, der Lebensbaum auf dem Kühlmannplatz, das Heimathaus oder auch die Bürmsche Wiese in das Werk ein. „Die Erstellung hat mir viel Freude gemacht und mich meiner Heimatstadt vielleicht nochmal ein bisschen nähergebracht“, berichtete sie. „Genau das sollte ein Ziel des Wettbewerbs sein“, freute sich Katrin Vilmar über diese Erfahrung.

Den dritten Preis erhielt Sabine Brummel für eine Fotografie, die ein Paar Arbeitsschuhe in einer Tischlerei zeigt. „Ich habe mir vorgestellt, dass in diesem Familienbetrieb täglich jemand morgens in diese Schuhe schlüpft und los geht’s mit der Arbeit“, berichtete sie. Aus ihrer Sicht ein Sinnbild für die vielen Familienbetriebe, die prägend sind für Verl – bis in die Gegenwart oder als Keimzelle für heute große Unternehmen.

Weitere Wettbewerbsteilnehmerinnen und -teilnehmer, die ihre Werke in der Ausstellung zeigen, sind Lukas Hohmann, Michael Wöstemeyer, Nikolaus Vollmer, Silvia Rose-Hein und Cornelia Quast. Während der Vernissage nutzten viele Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, mit den Künstlerinnen und Künstlern über ihre Inspiration sowie ihre künstlerische Arbeit ins Gespräch zu kommen. So entstand ein reger Austausch, auch unter den Kunstschaffenden selbst.

Wer sich die Werke im ersten Obergeschoss des Rathauses anschauen möchte, hat dazu bis zum 5. März zu folgenden Zeiten Gelegenheit: montags bis mittwochs von 8 bis 12.30 Uhr und 14 bis 16.30 Uhr, donnerstags von 8 bis 12.30 Uhr und 14 bis 17.30 Uhr sowie freitags von 8 bis 12.30 Uhr.

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