Zustand des Verler Sees: Proben sollen nähere Erkenntnisse bringen

Mit trübem Wasser und braunen Ablagerungen im Uferbereich, ausgelöst durch ein verstärktes Algenwachstum, hat in diesem Frühjahr der Verler See von sich reden gemacht. „Da es sich um ein besonders nährstoffreiches Gewässer handelt, ist dies generell kein ungewöhnliches Phänomen. Das Ausmaß in diesem Frühjahr ist aber durchaus außergewöhnlich“, sagt Werner Landwehr, Leiter des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung. Vertreterinnen und Vertreter der Stadtverwaltung haben sich deshalb jetzt mit dem Angelverein Verl-Sürenheide als Pächter noch einmal intensiv über den Zustand des Sees und mögliche Maßnahmen ausgetauscht. 

Nach den bisherigen Erkenntnissen und Feststellung mehrerer Fachleute ist der See eutrophiert. Eutroph kommt aus dem Griechischen und bedeutet „gut ernährt“. Folge einer übermäßigen Nährstoffanreicherung ist ein verstärktes Wachstum von Algen. Die Algenblüte endet erfahrungsgemäß, sobald andere Wasserpflanzen nach dem Winter soweit herangewachsen sind, dass sie die Nährstoffe im Wasser aufzehren und die Algen als Nahrungskonkurrenten verdrängen.

Eine verstärkte Algenblüte war aus den genannten Gründen auch schon in den Vorjahren im Verler See zu beobachten. Aufgrund des deutlich größeren Ausmaßes in diesem Jahr haben die Stadtverwaltung und der Angelverein Verl-Sürenheide jedoch beschlossen, den See nun umfangreicher untersuchen zu lassen. Dazu sollen durch ein Fachinstitut Proben entnommen und analysiert werden. „Die Ergebnisse werden zeigen, ob sich die bisherigen Erkenntnisse über den Zustand des Sees als eutrophiertes Gewässer bestätigen und damit keine besonderen Risiken bestehen, oder ob weitere Untersuchungen und Maßnahmen erforderlich sein werden“, sagt Werner Landwehr. 

Aber auch schon jetzt gibt es Überlegungen, ob und welche Maßnahmen möglicherweise mittel- bis langfristig umgesetzt werden können, um dem hohen Nährstoffgehalt gegenzusteuern. Denkbar wäre beispielsweise eine Bepflanzung der Flachwasserbereiche und die Flachwasserbereiche dafür noch auszuweiten. Die dortigen Pflanzen würden Nährstoffe aufnehmen und damit den Nährstoffgehalt verringern. Gleichzeitig könnten sie als Schutz- und Aufwuchszonen für die Jungfische dienen. Der Angelverein hat dies an einem weiteren von ihm bewirtschafteten See im Raum Paderborn bereits im vergangenen Jahr ausprobiert und beobachtet dort erste Erfolge. „Dies ist aber nur eine von vielen Ideen, die wir auf ihre Umsetzbarkeit sowie ihren Aufwand und Nutzen prüfen werden“, so Werner Landwehr.

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