Bürgermeister Michael Esken

Mein Rückblick

Die Corona-Pandemie beschäftigt die Welt. Auch bei uns in Verl bestimmt Covid-19 seit Mitte März das öffentliche Leben und damit in vielen Bereichen natürlich auch unseren beruflichen sowie privaten Alltag. Mit meinem Rückblick auf das Tagesgeschehen möchte ich Sie, liebe Verlerinnen und Verler, während dieser Zeit über die wichtigsten Neuigkeiten vor Ort rund um das Thema Corona auf dem Laufenden halten und Ihnen gleichzeitig Einblicke geben, was sich in der Verwaltung inmitten sowie am Rande der Corona-Krise tut.

Dienstag, 31. März 2020, ca. 22:15 Uhr


22:15 Uhr

Der nächste Meilenstein für die Erweiterung und den Neubau der Gesamtschule sowie des Hallenbades ist erreicht! Die Fraktionsvorsitzenden haben heute Abend der Ausschreibung zum Finden eines Architekturbüros zugestimmt. Morgen beginnt die Umsetzung und wenn alles gut läuft, dann ist Anfang September endlich ein Architekturbüro gefunden. Erst dann beginnen durch das ausgewählte Architektenteam die Detailplanungen unter Beteiligung der Schulleitung der Gesamtschule, der Eltern- und der Schülervertretung, von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung und externen Fachleuten. Mit dabei sind ferner Vertreterinnen und Vertreter der Stadtratsfraktionen. Diese werden übrigens derzeit durch ihre Fraktionsvorsitzenden im Rahmen einer so genannten interfraktionellen Runde vertreten. Heute haben wir wieder gemeinsam mit den Beigeordneten der Stadt etwa eine Stunde innerhalb einer Videokonferenz die derzeitige Situation in Verl besprochen. Ich finde es ausgezeichnet, dass alle Fraktionsvorsitzenden gemeinsam an den Themen arbeiten, die jetzt zu regeln sind. Diese konstruktive Zusammenarbeit ist für das Handeln der Stadt in der Coronakrise sehr wichtig!

 

Neben der Freigabe der Ausschreibung für die Architekten haben die Fraktionsvorsitzenden zwei Auftragsvergaben vorgenommen. Darunter ist eine Baumaßnahme, die in Kürze für alle sichtbar werden wird. Der Auftrag zur Erstellung des Rohbaus für das neue DRK Heim an der Österwieher Straße ist an ein Verler Unternehmen vergeben worden. Bald werden die Handwerkerinnen und Handwerker anrücken. Darüber freue ich mich sehr. Sobald das DRK-Gebäude bezogen ist, kann mit der geplanten Baumaßnahme für ein Behindertenwohnheim begonnen werden. Nach vielen Jahren mit vielen Gesprächs- und Verhandlungsrunden werden dann endlich junge Mitmenschen mit Handikap ein neues zu Hause finden. Die Umsetzung dieses Vorhabens ist für mich eine Herzensangelegenheit. Wir haben uns nicht nur in dieser Krise für die schwächeren Meschen in der Gesellschaft zu engagieren, sondern zu jeder Zeit! Und deshalb soll trotz der derzeitigen Situation das Vorhaben nicht angehalten, sondern vorangetrieben werden.

 

Heute Morgen schreibe ich an meinem monatlichen Beitrag für das Verler Leben. Es gibt so viel mitzuteilen. Ich freue mich dabei darüber, dass das Verler Leben auch wieder kurz vor Ostern erscheinen wird. Es ist ein wenig Normalität, wenn lieb gewonnene Dinge auch in der Tradition fortgesetzt werden. Mann und Frau dürfen also gespannt sein auf die neue Ausgabe Verler Leben.

 

Auf meinem Tagesplan steht ferner die Gratulation zum 80. Geburtstag. Der Jubilar hat kein Problem damit, nicht zu feiern, er feiert eben nach. Eine super Haltung!

 

Insgesamt drei Videokonferenzen bestimmen den Nachmittag und frühen Abend. Dieses Medium, das vor ein paar Wochen noch sporadisch von mir bedient wurde, gehört mittlerweile zum Tagesgeschäft. Ob Skype oder Microsoft Teams, jeden Tag werde ich ein Stückchen sicherer in dem Umgang damit. Mir wird bei den Gesprächen klar, dass Videokonferenzen nach dieser Krise ganz sicher auch häufiger eingesetzt werden. Es wird konzentriert gesprochen, es wird Disziplin verlangt, es werden unzählige Kilometer im Auto nicht mehr gefahren und es wird viel Zeit eingespart. Aber: Bei all´ diesen Vorteilen sollte nicht vergessen werden, dass der persönliche Kontakt, das Gespräch von Auge zu Auge für die Beurteilung von Sachverhalten sehr häufig wichtig und unabdingbar ist! Das gemeinsame Erleben wird irgendwann wiederkommen; doch erst einmal bleiben wir noch zu Hause, nach dem Motto #VerlBleibtZuHause.

 

Die neuen Zahlen aus dem Kreis Gütersloh zeigen heute wieder nach oben und wir haben in Verl zwei positiv getestete Personen mehr, mithin 24 Fälle. Jede Veröffentlichung von Zahlen löst auch unterschiedliche Kommentare und Reaktionen aus. Dabei ist die Interpretation für mich derzeit noch relativ einfach: Insgesamt steigende Zahlen! Das Virus macht keinen Halt vor der Stadtgrenze! Wir müssen weiterhin alles tun, um die schnelle Ausbreitung des Virus zu verlangsamen! Daran werden wir auch morgen wieder arbeiten. Zunächst wünsche ich Ihnen aber eine ruhige und gesunde Nacht, liebe Verlerinnen und Verler…

 

Ihr Michael Esken

 

#VerlBleibtZuHause#coronaverl