Bürgermeister Michael Esken

Mein Rückblick

Die Corona-Pandemie beschäftigt die Welt. Auch bei uns in Verl bestimmt Covid-19 seit Mitte März das öffentliche Leben und damit in vielen Bereichen natürlich auch unseren beruflichen sowie privaten Alltag. Mit meinem Rückblick auf das Tagesgeschehen möchte ich Sie, liebe Verlerinnen und Verler, während dieser Zeit über die wichtigsten Neuigkeiten vor Ort rund um das Thema Corona auf dem Laufenden halten und Ihnen gleichzeitig Einblicke geben, was sich in der Verwaltung inmitten sowie am Rande der Corona-Krise tut.

Mittwoch, 8. April 2020, ca. 21:15 Uhr


21:15 Uhr

Heute ist einer der Tage, an denen es mehr gute als problematische Nachrichten gibt! In die richtige Richtung gehen aus meiner Sicht die Fallzahlen aus dem Kreis Gütersloh. Zwar nehmen insgesamt die positiv getesteten Personen im Kreisgebiet noch zu, aber die Anzahl der genesenen Personen steigt auch stetig an. #VerlBleibtZuHause ist aber wohl noch lange nicht beendet!

 

Mein Blick geht regelmäßig in die Nachbargemeinde Hövelhof. Dort ist ein Seniorenwohnheim sehr schwer von dem Covid-19-Virus betroffen. Ich drücke den Betroffenen in Hövelhof die Daumen, dass das Virus nicht noch weiter um sich greift, und Verl, dass unsere Einrichtungen verschont bleiben. Eine Garantie gibt es leider dafür nicht.

 

Ein paar Bekannte teilen mir heute mit, dass sie sich auch in der Krise weiter ehrenamtlich engagieren wollen. Darüber freue ich mich besonders, denn an vielen Stellen können wir derzeit helfende Hände gebrauchen.

 

Zwei richtig gute Meldungen sind, dass der Neubau des DRK – Heimes an der Österwiehe Straße eine finanztechnische Hürde genommen hat und dass der Landschaftsverband (LWL) grünes Licht für das Wohnheim für gehandicapte junge Bürgerinnen und Bürger gegeben hat. Dazu erreichte mich folgende WhatsApp: „Gerade in den jetzigen Zeiten ist es wichtig, dass wir auch einmal gute Nachrichten austauschen können! Heute Nachmittag hat der Landschaftsverband den Plänen zugestimmt, die die KHW gemeinsam mit uns für das Projekt an der Österwieher Straße beim LWL zur Abstimmung vorgelegt hat.“ Ich bin wirklich glücklich über diese Nachricht. Die nächsten Verträge können geschlossen werden.

 

Die KHW, Kommunale Haus und Wohnen GmbH, die Stadt Verl hält Gesellschaftsanteile, gibt außerdem bekannt, dass voraussichtlich im Mai der Spatenstich für den geförderten Wohnungsbau an der Straße Zum Sennebach in Kaunitz erfolgen wird. Viele Bürgerinnen und Bürger warten hier in Verl schließlich auf Wohnraum.

 

In den letzten Wochen veröffentlichte Stellenausschreibungen der Stadt erfordern meine Aufmerksamkeit: Vorstellungsgespräche werden terminiert, auch per Video, um den Personalbedarf der Verwaltung in den unterschiedlichen Bereichen, z.B. Mobilitätsmanagerin bzw. Mobilitätsmanager zu decken.

 

Zu den nicht so schönen Meldungen zählt heute das weitere Ansteigen der Stundungsanträge für die unterschiedlichen Steuern und Gebühren. Dies ist dem Land und dem Bund natürlich bekannt. Dort denkt man darüber nach, den Kommunen einen Entlastungsschirm vorzuhalten. Ich bin sehr gespannt, ob auch Verl in den Genuss von Erstattungen kommt. Unser Kämmerer rechnet jedenfalls jetzt schon mit Einnahmeausfällen deutlich höher als 10 Millionen EUR. Eine Summe, die aufhorchen lässt. Sie macht deutlich, wie die Wirtschaft derzeit einbricht. Es bleibt zu hoffen, dass sie sich schnell wieder erholt. Schon 2008 nach der Finanzkrise hat es eine lange Zeit gedauert, bis die Wirtschaft sich wieder erholt hatte. Kommunen wie Verl sind das kleinste Rad am Wagen von Staat und Verwaltung. Ich werde mich auch im Rahmen meiner überregionalen Tätigkeit dafür einsetzen, dass es Erstattungen für die Sonderausgaben im Zusammenhang mit der Coronakrise gibt.

 

Das Ordnungsamt meldet heute: „Es gibt in Sürenheide und bei den Jugendlichen wohl ein paar Uneinsichtige. Leider rennen die sofort weg, wenn sie unsere Leute sehen. Zusammen mit der Polizei wurden vorhin fünf Personen ermittelt. Hoffentlich spricht sich das jetzt noch einmal rum!“ Die Anzeigen werden jedenfalls geschrieben. Mir fehlen jetzt am Abend noch die Worte bei so viel Unvernunft und ich lasse das hier einmal so stehen.

 

Jetzt wünsche ich Ihnen eine ruhige und gesunde Nacht, lieber Verlerinnen und Verler…

 

Ihr Michael Esken

 

#VerlBleibtZuHause#coronaverl