Bürgermeister Michael Esken

Mein Rückblick

Die Corona-Pandemie beschäftigt die Welt. Auch bei uns in Verl bestimmt Covid-19 seit Mitte März das öffentliche Leben und damit in vielen Bereichen natürlich auch unseren beruflichen sowie privaten Alltag. Mit meinem Rückblick auf das Tagesgeschehen möchte ich Sie, liebe Verlerinnen und Verler, während dieser Zeit über die wichtigsten Neuigkeiten vor Ort rund um das Thema Corona auf dem Laufenden halten und Ihnen gleichzeitig Einblicke geben, was sich in der Verwaltung inmitten sowie am Rande der Corona-Krise tut.

Samstag, 11. April 2020, ca. 21:15 Uhr


21:15 Uhr

Frohe Ostern!

 

Ich wünsche Ihnen zunächst mit diesem traditionellen Gruß ein ruhiges, besinnliches und schönes Osterfest. Heute in dem Bewusstsein, dass aufgrund der jetzigen Lage nicht alles so ist, wie es vielleicht geplant war oder wie es in den vergangenen Jahren war. Wir erleben in diesem Jahr ein Osterfest, das auch die Seniorinnen und Senioren unter uns wohl bisher nicht kannten: Ostern ohne den vertrauten Kirchgang! Ostern ohne die klassischen Besuche von Verwandten, Freunden und Bekannten! Ostern ohne Osterfeuer oder Osterball der Kaunitzer Feuerwehr.

 

Noch vor ein paar Wochen habe ich wie wohl viele Menschen zielstrebig auf dieses Osterfest hingearbeitet. Ich nehme die Situation so an, wie sie ist und ich glaube fest daran, dass sich die Rahmenbedingungen für unser Tun ab dem 20. April ein wenig ändern werden. Nicht auf einmal werden wir das Leben wieder „hochfahren“, aber schrittweise werden Versuche gewagt werden, zur Normalität zurückzukehren. Es gilt aber weiterhin #VerlBleibtZuHause!

 

Die Familie steht zusammen, Meinungsverschiedenheiten zwischen Kindern und den Eltern gibt es natürlich auch; aber es ist auch eine besondere Erfahrung, über einen so langen Zeitraum so eng im Familienkreis zu agieren. Die Krise zeigt deutlich die Wichtigkeit der Keimzelle Familie auf. Da sind meine Gedanken bei den Menschen, die jetzt in Wohneinrichtungen, Pflegeheimen oder anderen institutionellen Einrichtungen leben. Ich kann mir gut vorstellen, wie wichtig viele Menschen gerne einen persönlichen Kontakt in die Einrichtung hinein hätten. Ich wünsche mir, dass man die Nähe zumindest über die modernen Kommunikationsmittel herstellt. Deshalb heute zu Ostern nochmals mein Appell: Wenn Sie jemanden kennen in einer Einrichtung, wenn sie dort Angehörige haben oder Bekannte, greifen Sie zum Telefon und verschenken Sie für andere Menschen kostbare Minuten der Kommunikation und der Wertschätzung!

 

Am Abend höre ich die Ansprache unseres Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier. Ein Satz seiner bemerkenswerten und ausgezeichneten Rede bleibt mir besonders in Erinnerung: „Aber schon heute können wir sagen: Jeder von Ihnen hat sein Leben radikal geändert, jeder von Ihnen hat dadurch Menschenleben gerettet und rettet täglich mehr“. Wir wissen also, warum wir das alles auf uns nehmen und der Bundespräsident bestätigt die Richtigkeit unseres Handelns.

 

In Verl gibt es leider eine Einschränkung: Das Ordnungsamt greift immer wieder junge Leute am Bühlbusch auf und verhängt Bußgelder. Es gibt ferner noch Drohungen gegen Kolleginnen und Kollegen des Ordnungsamtes von einer Gruppe am Verler See. Die Polizei ist eingeschaltet und wir werden mit allen Mitteln diesem Treiben ein Ende bereiten.

 

Der heutige Tag beginnt mit den traditionellen Vorbereitungen auf das Osterfest. Es wird alles hergerichtet; ich merke intensiver als sonst, wie die Familie mitarbeitet und zusammenhält. Auch die 13jährige Tochter versucht sich in der Küche, stellt Nudelteig her, rührt die Füllung an und ist begeistert, wie alles klappt. Selbst das Spülen und Reinigen nach der Arbeit funktioniert ausgesprochen gut. Am Abend schmeckt es ausgezeichnet. Die älteste Tochter hat von ihrem Trainer einen Plan für die Fitness und das Training bekommen. Sie muss also auch noch einmal ran an diesem Sasmtag. Es gibt ein dickes Lob in Richtung der Kinder, das ich sehr gerne verbinde mit einem Lob an alle Kinder und Jugendlichen, die nun auch über die Osterfeiertage ihr Bestes geben werden und in den vergangenen Wochen schon gegeben haben.

 

Die Corona-Zahlen aus dem Kreis Gütersloh lassen im Laufe des Tages weiter eine Stagnation für Verl und nur ein leichtes Ansteigen der positiv getesteten Personen im Kreis erkennen. Hoffentlich bleibt das so! Dann haben wir zu Ostern auch eine Hoffnung auf ein Besserwerden der Situation!

 

Mit dem Ostergruß „Frohe Ostern“ möchte ich sie heute in die Nacht entlassen und wünsche Ihnen einen ruhigen und gesunden Schlaf, liebe Verlerinnen und Verler...

 

Ihr Michael Esken

 

#VerlBleibtZuHause#coronaverl

 

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