Bürgermeister Michael Esken

Mein Rückblick

Die Corona-Pandemie beschäftigt die Welt. Auch bei uns in Verl bestimmt Covid-19 seit Mitte März das öffentliche Leben und damit in vielen Bereichen natürlich auch unseren beruflichen sowie privaten Alltag. Mit meinem Rückblick auf das Tagesgeschehen möchte ich Sie, liebe Verlerinnen und Verler, während dieser Zeit über die wichtigsten Neuigkeiten vor Ort rund um das Thema Corona auf dem Laufenden halten und Ihnen gleichzeitig Einblicke geben, was sich in der Verwaltung inmitten sowie am Rande der Corona-Krise tut.

Samstag, 9. Mai 2020, ca. 21.30 Uhr


21:30 Uhr

Die Zeit des Tages ist „3:20 Uhr“! Genau zu diesem Zeitpunkt habe ich mit dem Absender Krisenstab Mitteilungen über die neue Verordnung des Landes NRW, die ab Montag in Kraft tritt, erhalten. Viele Dinge haben wir in der Verwaltung geahnt, aber nicht ausdrücklich gewusst.

 

Ich beginne also direkt nach dem Aufstehen damit, die Gastronomen und Fitnessstudios in der Stadt nach und nach zu unterrichten. Die Inhaberinnen und Inhaber der Betriebe haben berechtigterweise nach den Ankündigungen in Berlin und Düsseldorf vom Mittwoch jeden Tag angefragt, ob es nähere Informationen gibt. Jetzt liegen sie seit heute vor. Es beginnt überall sofort geschäftiges Treiben, um die Hygienevorschriften einzuhalten oder bereits geplante Maßnahmen im Sinne der Vorschriften zu verändern. Termine von Gewerbetreibende mit dem Ordnungsamt werden verabredet. Es hilft kein lamentieren, ob die eine oder die andere Vorschrift sinnbehaftet ist oder nicht. Die Regelungen aus Düsseldorf sind erst einmal fix. Auslegungsmöglichkeiten gibt es wieder. Die Anfragen reißen deshalb auch heute nicht ab. Alle Vorschriften werden auf der Homepage der Stadt Verl unter dem Stichwort "Corona" zum Abruf bereitgestellt. Die neuen Vorschriften beschäftigen das Ordnungsamt und mich den ganzen Tag.

 

Tagesmütter dürfen Kinder ab zwei ab dem 14. Mai wieder betreuen. Warum diese Altersregelung so ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Da wird es hoffentlich bis zum 14. Mai noch Ergänzungen vom Land geben. Private Elterngruppen sollen sich übrigens auch wieder gründen dürfen. Die genauen Regelungen liegen allerdings auch noch nicht vor.

 

Für die Städte Schloss Holte-Stukenbrock, Rietberg und Verl gibt es ebenfalls eine Entscheidung: Der Grafschaftslauf kann nach derzeitigem Stand am 30. August nicht stattfinden. Die Verordnung spricht von einem Verbot für solche Veranstaltungen bis zum 31. August. Wir werden also in der nächsten Woche entweder einen Alternativtermin anbieten oder die Veranstaltung ins nächste Jahr verschieben. Ähnlich verhält es sich mit anderen in der Planung befindlichen Sportveranstaltungen der Vereine. Es ist sehr schwierig, Ausweichtermine nach dem 31. August zu finden. Viele Sportveranstaltungen werden jetzt das gleiche Schicksal erleiden wie die Schützenfeste. Sie erhalten den Stempel „abgesagt“ und/oder „verschoben“. Ich fühle mit den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die immer viel Herzblut in die Veranstaltungen gesteckt haben.

 

Mit Wehmut blicke ich auf den heutigen Tag zurück: Er sollte der Auftakt zum Jubiläumswochenende zehn Jahre Stadt Verl werden: Heute das Jubiläumskonzert mit der Westfalia Bigband und morgen mit der großen Frühstückstafel im Stadtkern! Mit dem verkaufsoffenen Sonntag und dem Weinfest sollte es am Sonntag weitergehen! Aufgeschoben ist nicht aufgehoben und deshalb wird es im nächsten Jahr die Feier zum elften Jahrestag der Stadtwerdung geben. Somit beginnt heute für viele Bürgerinnen und Bürger und für mich die Vorfreude auf 2021.

 

Mit dieser Vorfreude entlasse ich sie nun in die Nacht mit den besten Wünschen für einen ruhigen und gesunden Schlaf, liebe Verlerinnen und Verler…

 

Ihr Michael Esken

 

#VerlHältAbstand #VerlBleibtZuHause#coronaverl

 

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