Bürgermeister Michael Esken

Mein Rückblick

Die Corona-Pandemie beschäftigt die Welt. Auch bei uns in Verl bestimmt Covid-19 seit Mitte März das öffentliche Leben und damit in vielen Bereichen natürlich auch unseren beruflichen sowie privaten Alltag. Mit meinem Rückblick auf das Tagesgeschehen möchte ich Sie, liebe Verlerinnen und Verler, während dieser Zeit über die wichtigsten Neuigkeiten vor Ort rund um das Thema Corona auf dem Laufenden halten und Ihnen gleichzeitig Einblicke geben, was sich in der Verwaltung inmitten sowie am Rande der Corona-Krise tut.

Dienstag, 12. Mai 2020, ca. 21:30 Uhr


21:30 Uhr

„Mit freundlichen Grüßen Ihre Schulministerin“, so ähnlich endet ein Schreiben mit einer klaren Aufgabenzuweisung an die Städte und Gemeinden. Sehr höflich wird auch uns in Verl eine neue Aufgabe zugewiesen, die eigentlich eben nicht unsere Aufgabe ist, bis es heute heißt: „In Anerkennung seiner Fürsorgepflicht für das Landespersonal an den Schulen hat das Landesministerium für Schule und Bildung (MSB NRW) heute per Erlass das entsprechende Beschaffungsverfahren geregelt: Die kommunalen Schulträger erhalten eine Kostenerstattung bei der zuständigen Bezirksregierung.“ Die Kommunen sind jetzt plötzlich für die Beschaffung von Nasen-/Mundschutz der Lehrerinnen und Lehrer verantwortlich. Dafür gibt es sogar eine kleine Entschädigung, die aber bei einer ersten Überprüfung der tatsächlich anfallenden Kosten wohl nicht ausreichen wird. Wir haben also eine neue Aufgabe des Landes zu übernehmen. Lehrerinnen und Lehrer gehören eigentlich zum Landespersonal und damit ist das Land als Arbeitgeber, wie in der Wirtschaft auch, für die Ausstattung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verantwortlich. „Mit freundlichen Grüßen“ wird diese Aufgabe auf die Kommunen übertragen. Die Stadtverwaltung wird die Vorgabe des Landes selbstverständlich erledigen, dann weiß ich auch, dass sie erledigt wird. Gut, dass wir schon 12.000 Masken vorsorglich im Rathaus eingelagert haben.

 

Mit der Übertragung von schnell zu erledigenden Aufgaben für Verl ist es heute noch nicht zu Ende. Am Abend erreicht mich ein Anruf aus der Bezirksregierung: Mir wird das Verfahren des Landes zur Inspektion der Wohnungen der Werklohnarbeiterinnen und -Arbeiter, insbesondere in der Sürenheide, dargestellt. Die Stadt muss den Vorgang begleiten und gegebenenfalls in Absprache mit der Bezirksregierung Ordnungsverfügungen erlassen. Die Inspektionen beginnen voraussichtlich bereits morgen am Abend, spätestens aber übermorgen.

Ganz nebenbei muss das Ordnungsamt auch noch viele andere Dinge, die sich mit den Lockerungen beschäftigen, regeln. Die Arbeit in der Verwaltung geht nicht aus. Alle Kolleginnen und Kollegen im Rathaus geben ihr Bestes.

 

Heute folgt eine Besprechung der nächsten. Dabei reichen die Themen von dem geplanten Gründerzentrum über die Feinarbeiten an den Verträgen zum Thema „Wasser“ bis hin zur Rathausöffnung und der Bürmschen Wiese.

 

Die Fraktionsvorsitzenden werden durch den 1. Beigeordneten, den technischen Beigeordneten und mich über die aktuellen Dinge in der Stadt informiert. Wir besprechen auch eine mögliche Freibadöffnung. Wenn wir die Möglichkeit zur Öffnung unter Beachtung der hygienischen Bestimmungen erhalten, soll das Freibad auch wieder an den Start gehen. Es gibt noch viel vorzubereiten und festzulegen.

 

Eine Pressemitteilung, die bestimmt besonders die Kinder erfreut, wird abgeschickt. Morgen und Donnerstag möchte die Stadt noch etwas bunter werden. Nach dem Motto „Verl aus gutem Grund – Verl wird bunt“ gibt es für die Kinder nachmittags kostenlos am Rathaus Straßenkreide. Gemeinsam mit einem Verler Einzelhändler haben wir eine größere Menge Straßenkreide geordert. Diese wird in einer haushaltsüblichen Menge, nämlich ein Paket pro Haushalt, abgegeben. Die Kreide soll auch ein Dankeschön an die Kinder sein, die in den vergangenen acht Wochen zum ganz überwiegenden Teil toll die Situation gemeistert und bestimmt viele Freunde vermisst haben. Ich bin gespannt, ob wir die Stadt wirklich am Wochenende bunt erleben werden. Kreide ist jedenfalls vorhanden.

 

„Die Corona-Zahlen“ des Kreises haben sich heute unwesentlich verändert. Wir sind weiterhin auf einem guten Weg. Damit wir diesen gemeinsam gehen können,  wünsche ich Ihnen einen ruhigen und gesunden Schlaf, liebe Verlerinnen und Verler…

 

Ihr Michael Esken

 

#VerlHältAbstand #VerlBleibtZuHause#coronaverl

 

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