Bürgermeister Michael Esken

Mein Rückblick

Die Corona-Pandemie beschäftigt die Welt. Auch bei uns in Verl bestimmt Covid-19 seit Mitte März das öffentliche Leben und damit in vielen Bereichen natürlich auch unseren beruflichen sowie privaten Alltag. Mit meinem Rückblick auf das Tagesgeschehen möchte ich Sie, liebe Verlerinnen und Verler, während dieser Zeit über die wichtigsten Neuigkeiten vor Ort rund um das Thema Corona auf dem Laufenden halten und Ihnen gleichzeitig Einblicke geben, was sich in der Verwaltung inmitten sowie am Rande der Corona-Krise tut.

Mittwoch, 13. Mai 2020, ca. 21.45 Uhr


21:45 Uhr

300 ist heute die Zahl des Tages. 300 kleine Eimer mit je 20 farbigen Kreidestücken werden heute vor dem Rathaus verteilt. So viele freudige Kinderaugen auf einmal haben die Kolleginnen und Kollegen, die die Verteilaktionen übernommen haben, selten gesehen: Die Aktion wird richtig toll angenommen. Mit ein paar Eltern spreche ich und frage, wie sie die letzten acht Wochen in der Krisensituation mit ihren Kindern erlebt haben. Übereinstimmend berichten sie, dass die Kinder endlich wieder raus wollen und sich wieder Kontakt zu anderen Kindern wünschen. Es wird für viele Familien immer schwieriger, die Betreuung sicherzustellen. Wir hoffen alle gemeinsam, dass sich die Situation in naher Zukunft zum Guten wenden wird. Ich berichte dabei über die weiteren Maßnahmen der Landesregierung auf dem Weg hin zur Normalität. Dabei kann ich aktuell auf ein Telefonat vom Vormittag mit der NRW-Innenministerin Ina Scharrenbach im Rahmen einer Telefonkonferenz verweisen. Fast eineinhalb Stunden haben Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus Ostwestfalen Lippe mit der Ministerin die unterschiedlichen Themenbereiche besprochen. Insbesondere für die Gastronomie wird in den nächsten Tagen noch eine konkretisierende Handlungsanweisung seitens der Landesregierung erstellt werden.

 

Auch in Düsseldorf ist natürlich angekommen, dass noch einige Fragen zu klären sind. Das gilt für Sporthallen ebenso wie für die beabsichtigte Öffnung der Freibäder ab dem 20. Mai. Ich mache in dem Zusammenhang deutlich, dass ich mir vom Land NRW rechtzeitig vor dem möglichen Öffnungstag die entsprechenden Vorgaben des Landes wünsche, um angemessen handeln zu können. Ein Freibad kann man nämlich nicht so einfach aufschließen. Da bedarf es eines Vorlaufes. Der zuständige Mitarbeiter im Ministerium verdeutlicht mir aber, dass man derzeit auch noch eine andere Priorität bei der Arbeit habe, so dass tatsächlich erst sehr spät mit Handlungsanweisungen für das Öffnen des Freibades gerechnet werden könne.

 

Mir ist natürlich klar, wo im Augenblick die Priorität des Landes liegt: Sämtliche Schlachthöfe sollen inspiziert werden und die Werklohnarbeiterinnen und -Arbeiter sollen im Rahmen einer Reihenuntersuchung auf das Coronavirus getestet werden. Mit der Inaugenscheinnahme der Wohnungen am Zollhausweg in Sürenheide beginnt die Bezirksregierung bereits heute um 14 Uhr. Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus der Verwaltung werden einzelne Wohnungen begutachtet. Die Wohnungen sind in Ordnung. Die bisher vorliegenden „Corona-Testergebnisse“ sind negativ.

 

Mit Vorstandsmitgliedern des SC Verl treffe ich mich auf dem Kunstrasenplatz eins an der Poststraße. Im Haushaltsplan stehen in diesem Jahr die finanziellen Mittel zur Erneuerung des ältesten Kunstrasenplatzes der Stadt. Einzelheiten werden besprochen, die Ausschreibung wird in Kürze veröffentlicht. Dann kann voraussichtlich noch im Sommer mit der Sanierung des Platzes begonnen werden.

 

Freude dürfte heute auch bei vielen Sportlerinnen und Sportlern aufkommen, weil wir die Sporthallen im Schulzentrum in Kürze wieder den Sportvereinen zur Verfügung stellen können. Ein paar juristische Hürden mussten noch aus dem Weg geräumt werden. Hätten die weiterführenden Schulen auf die Nutzung der Sporthallen für den Schulsport bestanden, das ist ihr Recht, dann wäre ein Vereinssport in den Hallen leider nicht durchführbar gewesen. Die „Corona-Verordnung“ differenziert nämlich zwischen einem Schulbetrieb und einem Sportbetrieb. Eines geht nur. Aus diesem Grund bin ich den Schulleitungen sehr dankbar, dass sie den Weg für die Vereinsnutzung frei gemacht haben. Die Sportvereine, die die Halle nutzen, werden in Kürze ihre aktiven Sportlerinnen und Sportler informieren. Beim Sport gilt aber natürlich auch #VerlHältAbstand.

 

Ich wünsche Ihnen eine ruhige und gesunde Nacht, liebe Verlerinnen und Verler…

 

Ihr Michael Esken

 

#VerlHältAbstand #VerlBleibtZuHause#coronaverl

 

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