Bürgermeister Michael Esken

Mein Rückblick

Die Corona-Pandemie beschäftigt die Welt. Auch bei uns in Verl bestimmt Covid-19 seit Mitte März das öffentliche Leben und damit in vielen Bereichen natürlich auch unseren beruflichen sowie privaten Alltag. Mit meinem Rückblick auf das Tagesgeschehen möchte ich Sie, liebe Verlerinnen und Verler, während dieser Zeit über die wichtigsten Neuigkeiten vor Ort rund um das Thema Corona auf dem Laufenden halten und Ihnen gleichzeitig Einblicke geben, was sich in der Verwaltung inmitten sowie am Rande der Corona-Krise tut.

Donnerstag, 14. Mai 2020, ca. 20:45 Uhr


20:45 Uhr

Premiere verschoben, aber nicht aufgehoben! Dies trifft auf den Grafschaftslauf zu. Ursprünglich sollte er am 30. August 2020 erstmals stattfinden und von Rietberg über Kaunitz nach Schloss Holte führen. Doch nun sorgt auch bei diesem Laufevent wie bei vielen anderen Veranstaltungen im Sommer das COVID-19 Virus für eine Verschiebung in das Jahr 2021.

 

Gemeinsam mit den Bürgermeistern aus Rietberg und Schloss Holte-Stukenbrock sowie dem Cheforganisator haben wir schweren Herzens die Entscheidung getroffen. Die Hürden für eine Verschiebung und Durchführung noch in diesem Jahr sind so hoch, dass es nach der übereinstimmenden Meinung aller Beteiligten richtig ist, die Premiere unter dann hoffentlich guten Rahmenbedingungen 2021 zu starten.

 

Der heutige Tag beginnt mit einer Videokonferenz der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister im Kreis Gütersloh gemeinsam mit dem Landrat. Wir tauschen uns über die letzten Wochen intensiv aus und stellen fest, dass uns die Herausforderungen im Zusammenhang mit der „Corona-Pandemie“ noch eine lange Zeit beschäftigen werden. Aktuelles Thema ist die Entwicklung der Infektionszahlen im Kreis Gütersloh. Der Leiter des Krisenstabes gibt einen sehr ausführlichen Überblick und einen Einblick in die derzeitige Arbeit der Kreisverwaltung.

 

Ein wichtiges Thema ist die Inspektion der Wohnungen der Werklohnarbeiterinnen und -Arbeiter in den einzelnen Städten des Kreises. Bisher sind keine Auffälligkeiten, die ein Einschreiten der Behörden erfordern, festgestellt worden. Bis zum Schreiben dieses Blogs gibt es keine positiv auf das Coronavirus getesteten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den untersuchten Schlachthöfen.

 

Natürlich ist auch die derzeitige Lockerungswelle für verschiedene Bereiche Thema unter den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern. Ein wichtiges Datum ist dabei der 20. Mai 2020. Ab diesem Datum können nach derzeitiger Verfügungslage des Landes unter anderem die Freibäder wieder geöffnet werden. Problematisch ist aber, dass es noch keine genauen hygienischen Bestimmungen als Vorgabe des zuständigen Ministeriums zum Betreiben der Freibäder gibt. Wir geben uns hier in Verl eine Frist bis Anfang der nächsten Woche. Sollten wir bis dahin keine ausreichenden Informationen des Landes vorliegen haben, kann der Eröffnungstermin des Freibades, 20. Mai, leider nicht mehr garantiert werden. Mittlerweile gibt es auch eine Stellungnahme des kommunalen Spitzenverbandes, des Städte- und Gemeindebundes, die den Kommunen empfiehlt, erst die Rahmenbedingungen des Landes abzuwarten, bevor über eine Eröffnung nachgedacht wird. Es bleibt alles in den nächsten Tagen sehr spannend. Das Thema ist jedenfalls in Düsseldorf platziert.

 

Zum zweiten Mal wird heute Straßenkreide verteilt. Nachdem gestern 300 Packungen in Kinderhände gegeben wurden, sind  nochmals 200 Stück schnell vergriffen. Leider gehen ein paar Kinder leer aus, aber sie erhalten trotzdem ein kleines, süßes Präsent der Stadt. Die Aktion mit der Straßenkreide kommt gut an. Es sind in dieser schwierigen Zeit vielleicht die kleinen Gesten, die ein wenig Abwechslung verschaffen. Verl wird jedenfalls bunt!

 

Zu Hause erreichen meine Kinder Informationen ihrer Schulen. Bis zu den Sommerferien gibt es zwei beziehungsweise drei Präsenztage für sie in der Schule. Es verbleibt also für die Schülerinnen und Schüler in den nächsten Wochen bei viel Eigeninitiative sowie dem selbstständigen und digitalen Lernen. Ich erinnere mich an meinem Blog vom 30. April 2020, indem ich die Digitalisierung in den Schulen angesprochen habe. Mittlerweile sind wir in guten Gesprächen mit den meisten Verler Schulen, Lösungen zeichnen sich ab. Spät, aber ich denke nicht zu spät! Die Schulen haben auch schon vor dem plötzlichen Schulabbruch im März an dem Thema gearbeitet. Ich gehe davon aus, dass die Stadt Verl ihren Beitrag zur Digitalisierung leisten kann; zunächst müssen aber noch die Vorschläge der Schulen einer Bewertung durch die Verwaltung zugeführt werden. Ich bin mit diesem Zwischenstand zufrieden.

 

Ich hoffe, dass sie morgen auch wieder zufrieden aufwachen, wenn sie ruhig und gesund geschlafen haben, liebe Verlerinnen und Verler…

 

Ihr Michael Esken

 

#VerlHältAbstand #VerlBleibtZuHause#coronaverl

 

Die täglichen Blogs können Sie auch nachlesen unter www.verl.de/leben-in-verl/aktuelles/aktuelle-informationen-zum-coronavirus/buergermeister-michael-esken