Bürgermeister Michael Esken

Mein Rückblick

Die Corona-Pandemie beschäftigt die Welt. Auch bei uns in Verl bestimmt Covid-19 seit Mitte März das öffentliche Leben und damit in vielen Bereichen natürlich auch unseren beruflichen sowie privaten Alltag. Mit meinem Rückblick auf das Tagesgeschehen möchte ich Sie, liebe Verlerinnen und Verler, während dieser Zeit über die wichtigsten Neuigkeiten vor Ort rund um das Thema Corona auf dem Laufenden halten und Ihnen gleichzeitig Einblicke geben, was sich in der Verwaltung inmitten sowie am Rande der Corona-Krise tut.

Samstag, 27. Juni 2020, circa 23:30 Uhr


23:30 Uhr

Zwei Krisenstabssitzungen stehen auch heute auf der Tagesordnung: Zunächst eine im Verler Rathaus und dann eine im Kreishaus Gütersloh. Mit dem Ersten Beigeordneten ist besprochen, dass jeder von uns eine Sitzung leitet beziehungsweise besucht. Mein Platz ist heute in Verl.

 

Vor genau einer Woche hat sich das Leben vieler Menschen in der Sürenheide schlagartig verändert. Von jetzt auf gleich ist durch die Durchsetzung der Quarantäneverfügung des Kreises Gütersloh über die Beschäftigten bei Tönnies und die Erweiterung der Verfügung durch mich als örtlich zuständige Stelle die Einrichtung einer Quarantänezone umgesetzt worden. Wenn ich jetzt diese Woche Revue passieren lasse, dann erkenne ich, dass wir aus dem Rathaus der Stadt Verl heraus alles versucht haben, dem Wohl der Menschen so gut wie möglich gerecht zu werden. Von dem Anlegen eines Spielplatzes über den Aufbau einer Sanitätsstation mit regelmäßigen Arztsprechstunden bis hin zur Betreuung der Kinder durch Fachkräfte des Jugendamtes ist eine Infrastruktur geschaffen worden, die aus meiner Sicht beispielgebend ist. Viele Menschen haben sich in dieser Woche mit ganzer Kraft, mit Engagement und Leidenschaft für die in Quarantäne befindlichen Personen eingesetzt.

 

Natürlich kann man den Zaun nicht einfach entfernen, aber man kann das Leben auf der anderen Seite so angenehm wie möglich begleiten. Dazu ist es auch wichtig, dass man sich als Team mit dem Bürgermeister an der Spitze der Probleme vor Ort annimmt und Gespräche führt. Wir machen vieles richtig, wir machen Fehler, aber wir handeln immer nach bestem Wissen und Gewissen für die uns jetzt besonders anvertrauten Menschen.

 

Nachdem gestern die ersten Ergebnisse der Testungen von den mobilen Einheiten vom Wochenende aus dem Kreis eingetroffen sind, werden durch unseren Krisenstab vor Ort Entscheidungen getroffen. Die Ergebnisse werden in ihrer Ausprägung gebäudescharf analysiert, dabei stellt die Nation der unter Quarantäne befindlichen Personen überhaupt keine Rolle, sondern es geht rein um die festgestellten Testergebnisse in Bezug auf die Wohnungsumgebung. Alle in Quarantäne befindlichen Menschen werden gleichermaßen behandelt. Wir besprechen im Laufe des Tages die Ergebnisse auch mit den Betroffenen. Lockerungen an der einen oder anderen Stelle gibt es.

 

Dann gibt es heute noch ein ganz wichtiges Ereignis, dass unbedingt Erwähnung finden muss: Der Wertstoffhof wird in Betrieb genommen. Die Premiere unter Corona-Bedingungen klappt vorzüglich. Ich erhalte viele positive Zuschriften, die sich über die neuen Möglichkeiten am Ewersweg freuen. Endlich gehören die beengten Verhältnisse am Westfalenweg der Vergangenheit an. Ich bin sicher, dass der neue Wertstoffhof Benchmark für andere Kommunen werden wird. Das Team vom Wertstoffhof hat auch kleine Präsente für die ersten Kundinnen und Kunden vorbereitet. Bereits um 11:00 Uhr sind diese vergriffen. Der Andrang ist einfach überwältigend. Damit ist das Projekt Bauhof und Wertstoffhof fast abgeschlossen. Es sind noch wenige Nacharbeiten vorzunehmen. Die Endabrechnung fehlt noch, doch schon jetzt kann man sagen, es wird mehr als eine Punktlandung hinsichtlich der Kosten.

 

Am Ende eines langen Tages bereite ich noch für morgen ein paar Dinge für die Verler Teststation für das Coronavirus gemeinsam mit Mitarbeitern vor. Auch hier halten wir jeden Tag Rückblick und versuchen, am nächsten Tag die Abläufe zu optimieren. Mir ist wichtig, dass die Tests auch für den Urlaub benutzt werden können.

 

Jetzt wünsche ich Ihnen eine ruhige und gesunde Nacht, liebe Verlerinnen und Verler...

 

Ihr Michael Esken

 

 

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