Bürgermeister Michael Esken

Mein Rückblick

Die Corona-Pandemie beschäftigt die Welt. Auch bei uns in Verl bestimmt Covid-19 seit Mitte März das öffentliche Leben und damit in vielen Bereichen natürlich auch unseren beruflichen sowie privaten Alltag. Mit meinem Rückblick auf das Tagesgeschehen möchte ich Sie, liebe Verlerinnen und Verler, während dieser Zeit über die wichtigsten Neuigkeiten vor Ort rund um das Thema Corona auf dem Laufenden halten und Ihnen gleichzeitig Einblicke geben, was sich in der Verwaltung inmitten sowie am Rande der Corona-Krise tut.

Montag, 6. Juli 2020, circa 21:00 Uhr


21:00 Uhr

Paukenschlag aus Münster! Das Oberverwaltungsgericht hat mit einer Eilentscheidung den Lockdown im Kreis Gütersloh beendet.

 

Was heißt das für uns in Verl?, werde ich immer wieder gefragt, Telefon und Nachrichtenapps stehen nicht mehr still. Die Antwort ist relativ einfach: Wir werden so gestellt, wie wir vor dem Lockdown gestanden haben. Es gelten jetzt weiterhin die allgemeinen Corona-Beschränkungen für das Land Nordrhein-Westfalen. Die Besonderheiten für den Kreis Gütersloh entfallen bis auf weiteres. Das Land NRW muss gegebenenfalls eine neue Verfügung erlassen, wenn es uns unbedingt weiterhin an die Hand nehmen und von oben dirigieren möchte; dabei müsste aber dann im Kreis Gütersloh zwischen den Städten differenziert werden. Ich hoffe aber sehr, dass das Land von einer neuen Verfügung keinen Gebrauch macht und davon Abstand nimmt, da die Neuinfektionen außerhalb der Firma Tönnies sehr überschaubar sind. Hinsichtlich der Kitas muss der Kreis noch seine Allgemeinverfügung anpassen. Ich gehe davon aus, dass dies binnen Kürze geschehen wird.  Der Kreis hat bereits angekündigt, dass ab Mittwoch wieder der Regelbetrieb mit den Stundenreduzierungen anlaufen soll. Es gibt wieder viel zu organisieren in den Jugendämtern. Die kurzfristige Umorganisation haben die Jugendämter in der Krise bereits häufiger erfahren müssen. Diesmal Gott sei Dank im Sinne der Kinder und Eltern, zumindest was die Betreuung angeht. Die Stundenreduzierungen in ganz NRW bleiben noch bestehen. Informationen zur Kita-Betreuung sind immer sehr aktuell auch auf der Homepage der Stadt Verl nachzulesen.

 

Unabhängig von der gerichtlichen Entscheidung sind immer noch viele Tönnies Mitarbeiterinnen und  Mitarbeiter in der Quarantäne, obwohl sie eigentlich davon ausgegangen waren, als negativ getestete Personen ab dem 3. Juli die Quarantäne beenden zu können. Es sind immer noch nicht alle betroffenen Personen nachgetestet, so dass dieser Umstand auch zu viel Unmut führt. Viele Mails erhalte ich dazu. Aber den Hut hat in dieser Sache der Kreis Gütersloh auf. Das Ordnungsamt in Verl ist quasi nur Überbringer der Nachrichten. Ich hoffe sehr, dass auch dieser Umstand bald einer Klärung und Besserung zugeführt wird.

 

Für morgen hat sich der polnische Generalkonsul in Verl angesagt. Er möchte sich über die Situation vor Ort informieren. Er möchte seine Landsleute unterstützen. Wir werden ihn seitens der Verwaltung begleiten.

 

Der RKI-Wert tendiert gegen 50. Das ist unsere magische Zahl, um der unangenehmen und völlig unbegründeten Stigmatisierung zu entgehen. Wir sind im Kreis Gütersloh normale Menschen und wir werden es bleiben. Wir werden diese Krise überstehen, gemeinsam. Dafür werde ich weiter kämpfen.

 

Viele Tage in der Krise halten neue Überraschungen parat. Heute war es, wie einleitend geschrieben, der Paukenschlag durch die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts.

 

Die nächsten Überraschungen werden kommen.

 

Schlafen wir jetzt bitte wieder ruhig und gesund und warten auf die nächsten Tage, liebe Verlerinnen und Verler…

 

Ihr Michael Esken

 

P.S.: Ab heute gibt es einen neuen Rhythmus für den Blog. Es wird dann wieder berichtet, wenn es eine Situation erfordert oder wenn es Neuigkeiten gibt. Ich bitte um Verständnis, wenn ich nicht jeden Tag zur Tastatur greife. Aber es gibt viele Dinge zu regeln.

 

 

#VerlHältAbstand #VerlBleibtZuHause#coronaverl