Bürgermeister Michael Esken

Mein Rückblick

Die Corona-Pandemie beschäftigt die Welt. Auch bei uns in Verl bestimmt Covid-19 seit Mitte März das öffentliche Leben und damit in vielen Bereichen natürlich auch unseren beruflichen sowie privaten Alltag. Mit meinem Rückblick auf das Tagesgeschehen möchte ich Sie, liebe Verlerinnen und Verler, während dieser Zeit über die wichtigsten Neuigkeiten vor Ort rund um das Thema Corona auf dem Laufenden halten und Ihnen gleichzeitig Einblicke geben, was sich in der Verwaltung inmitten sowie am Rande der Corona-Krise tut.

Mittwoch, 21. Oktober 2020, circa 21:00 Uhr


21:00 Uhr

Es hatte sich angedeutet, seit heute ist es amtlich: Der „Verler Tod“ findet am kommenden Wochenende und damit auch der verkaufsoffene Sonntag nicht statt. Der Grund dafür ist nicht die Klage von ver.di, über die wird bestimmt noch in den nächsten Wochen in der Hauptsache durch das Gericht zu entscheiden sein, sondern die Tatsache, dass das Infektionsgeschehen auch in der Stadt Verl in den letzten Tagen zugenommen hat. Aktuell haben wir in der Stadt eine 7-Tages-Inzidenz nach dem RKI von 46,2.

 

Es werden aber Stand heute weiterhin zwei Veranstaltungen durchgeführt. Dabei handelt es sich um den Freizeitpark auf dem Schulhof vor dem Gymnasium sowie um den Flohmarkt auf dem EDEKA-Parkplatz. Beide Veranstaltungen haben „grünes Licht“ vom Gesundheitsamt erhalten. Es sind private Veranstaltungen, denen ein Hygienekonzept zugrunde liegt. Auch der „Streetfood-Markt“ wäre genehmigungsfähig gewesen, aber aus einer wirtschaftlichen Betrachtung heraus haben sich die Veranstalter entschieden, den Markt nicht durchzuführen. Für die „Streetfood-Veranstaltung“ müssten u.a. frische Waren eingekauft werden und man weiß nicht genau, wie viele Menschen tatsächlich kommen. Da keine weiteren Veranstaltungen dieser Art in Planung sind, müssen die Veranstalter sehr genau kalkulieren. Deshalb ist es für sie nach eigenen Aussagen wirtschaftlich besser, nicht ins Risiko zu gehen. Das ist meines Erachtens zu respektieren. Der verkaufsoffene Sonntag selbst darf nach den geltenden Richtlinien immer nur „Beiwerk“ des „Verler Tod“ sein und muss sich unterordnen. Da die Veranstaltungsorte jetzt auf zwei begrenzt sind, hätte allenfalls nur eine begrenzte Anzahl von Geschäften öffnen können, nämlich die, die in unmittelbarer Nähe zum Veranstaltungsort liegen. Das hätte zu einem großen Ungleichgewicht unter den Geschäften geführt, so dass die Stadt und die Werbegemeinschaft den verkaufsoffenen Sonntag auch aus dem Gesichtspunkt der Gleichberechtigung heraus abgesagt haben.

 

Es war eine schwere Entscheidung, aber die Lage ist in den vergangenen Tagen sehr dynamisch gewesen. Auch in Verl ist die Sieben-Tages-Inzidenz massiv gestiegen und steuert wie zuvor geschrieben auf die 50 zu. Heute gab es leider auch wieder ein paar neue positiv getestete Personen vor Ort sowie weitere Quarantäneanordnungen. Das DRK hat heute innerhalb von zwei Stunden erstmals im Testzentrum in der alten Post von rund 100 Personen einen Abstrich genommen. Der Bedarf für Testungen ist also da.

 

Neben dem Thema „Corona“ nimmt auch die Ratsarbeit nach den Wahlen wieder Fahrt auf. Gestern hat es auch eine Einigung der im Rat vertretenen Fraktionen gegeben. Vor der konstituierenden Ratssitzung haben sich die Beteiligten darauf verständigt, die Ausschussvorsitzende sowie die Anzahl der Ausschüsse einvernehmlich zu regeln. Diese Einigung zeigt auf, dass auch der neu gewählte Rat gewillt ist, im Sinne der Stadt Verl zusammenzuarbeiten. Aufwendige Besetzungsverfahren, die sonst erforderlich geworden wären, werden so vermieden. Die erste Ratssitzung in der neuen Ratsperiode findet am 3. November statt.

 

Ich wünsche Ihnen nunmehr eine ruhige und gesunde Nacht, liebe Verlerinnen und Verler…

 

Ihr Michael Esken

 

#VerlHältAbstand  #coronaverl