Bürgermeister Michael Esken

Mein Rückblick

Die Corona-Pandemie beschäftigt die Welt. Auch bei uns in Verl bestimmt Covid-19 seit Mitte März das öffentliche Leben und damit in vielen Bereichen natürlich auch unseren beruflichen sowie privaten Alltag. Mit meinem Rückblick auf das Tagesgeschehen möchte ich Sie, liebe Verlerinnen und Verler, während dieser Zeit über die wichtigsten Neuigkeiten vor Ort rund um das Thema Corona auf dem Laufenden halten und Ihnen gleichzeitig Einblicke geben, was sich in der Verwaltung inmitten sowie am Rande der Corona-Krise tut.

Montag, 16. November 2020, ca. 18:00 Uhr


18:00 Uhr

Die Nachrichten vom Wochenende in Bezug auf die Corona-Infektionen im St.-Anna-Haus haben viele Menschen hier vor Ort noch nachdenklicher werden lassen. Immer wieder bekomme ich Fragen gestellt: Was ist da passiert? Wie geht es weiter? Welche konkreten Auswirkungen auf unser Leben in Verl hat der Corona-Ausbruch? Bürgerinnen und Bürger sind verunsichert, obwohl es bei genauer Betrachtung dazu derzeit keinen Anlass gibt. Wir haben es im St.-Anna-Haus mit einem Infektionsgeschehen zu tun, wie es leider derzeit an vielen Stellen in der Welt und auch in Deutschland zu beobachten ist. Die schwächeren, häufig älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger in unserer Gesellschaft werden von der heimtückischen Infektion heimgesucht und sind ihr oftmals kraftlos ausgesetzt.

 

Ich hoffe sehr, dass sich das Infektionsgeschehen im St.-Anna-Haus nicht weiter ausbreitet und die Verantwortlichen vor Ort zu einer Deeskalation der Situation beitragen können. Mein Mitgefühl gilt allen Infizierten und Angehörigen. Auch denen, die jetzt noch nicht wissen, wie sich das Virus bei ihnen in den nächsten Tagen bemerkbar machen wird. Sie leben in der Ungewissheit über den tatsächlichen Krankheitsverlauf. Insoweit drücke ich ganz fest die Daumen, dass es möglichst nicht zu schweren Verläufen kommt.

 

Die Caritas als Betreiberin des St.-Anna-Hauses ist in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt bemüht, die Situation in den Griff zu bekommen. Hier vertraue ich auf die Professionalität der Beteiligten. Weil das Infektionsgeschehen derzeit noch lokalisierbar ist, besteht durchaus die Chance, dass es zu keiner schwerwiegenderen Verbreitung kommt. Neben den betroffenen Bewohnerinnen und Bewohnern sind auch viele Beschäftigte des St.-Anna-Hauses mit dem Corona-Virus infiziert. Sie gehören den pflegenden Berufen an und unsere Gesellschaft hat ihnen viel zu verdanken. Pflegekräfte sind auch in solchen Situationen wichtige Stützen unserer Gesellschaft. Sie stehen auch jetzt in vorderster Front und müssen trotz der Gefahren, die durch das Corona-Virus ausgehen, ihre Arbeit verrichten. Insoweit gilt mein Dank den Pflegekräften, die jetzt noch mehr gefordert sind, die schwierige Situation zu meistern.

 

Am heutigen Vormittag trifft sich der Krisenstab der Stadt, um über die neue Situation zu beraten. Grundsätzlich ist es so, dass die Stadt derzeit nur Hilfe anbieten kann. Für die Abläufe im St.-Anna-Haus ist zunächst die Caritas selbst verantwortlich.

 

Wir überlegen des Weiteren, zukünftig unter anderem den Erzieherinnen und Erziehern in den städtischen Kitas die Möglichkeit zu COVID-Schnelltests zu eröffnen, ähnlich wie es für pflegende Berufe vorgesehen ist. Hier müssen aber noch ein paar Informationen beigebracht werden.

 

Aus dem Bürgerbüro erfahre ich, dass die Gutscheinaktion weiterhin ausgesprochen gut angenommen wird. Von der weiteren Charge in Höhe von 10.000 Gutscheinen sind mittlerweile schon wieder über 5.500 verkauft. Wer also noch die Voraussetzungen für den Erwerb eines Sondergutscheines erfüllt und welche erwerben möchte, der sollte sich jetzt sputen. Mit einem Auge sehe ich aus meinem Büro auch, dass viele Gewerbetreibende heute wieder viele Gutscheine einreichen. Die Förderung durch Kundinnen und Kunden sowie die Stadt kommt also an.

 

Das Ordnungsamt berichtet, dass zwischenzeitlich weitere Bußgeldverfahren eingeleitet worden sind. Es ist für mich immer noch unerklärlich, dass es noch Menschen gibt, die nicht wissen, was die Stunde geschlagen hat. Spätestens mit den Ereignissen um das St-Anna-Haus müsste jedem klar sein, dass es keinen Raum für Corona-Leugner gibt.

 

Die Woche beginnt; ich bin sehr gespannt, wie sie sich in der dynamischen Lage entwickelt. Immer wieder schauen die Menschen auf die sogenannten RKI-Werte und hoffen darauf, dass eine Trendwende im Infektionsgeschehen ausgemacht werden kann. Wir haben derzeit keine massive Zunahme an Fallzahlen, sieht man einmal von dem eben beschriebenen Ereignis ab, so dass aus meiner Sicht auch schon ein Licht am Ende des Tunnels erkennbar ist.

 

Mit diesem guten Ausblick wünsche ich Ihnen nun einen schönen Abend sowie eine ruhige und gesunde Nacht, liebe Verlerinnen und Verler…

 

Ihr Michael Esken

 

#VerlHältAbstand  #coronaverl