Bürgermeister Michael Esken

Mein Rückblick

Die Corona-Pandemie beschäftigt die Welt. Auch bei uns in Verl bestimmt Covid-19 seit Mitte März das öffentliche Leben und damit in vielen Bereichen natürlich auch unseren beruflichen sowie privaten Alltag. Mit meinem Rückblick auf das Tagesgeschehen möchte ich Sie, liebe Verlerinnen und Verler, während dieser Zeit über die wichtigsten Neuigkeiten vor Ort rund um das Thema Corona auf dem Laufenden halten und Ihnen gleichzeitig Einblicke geben, was sich in der Verwaltung inmitten sowie am Rande der Corona-Krise tut.

Samstag, 5. Dezember 2020, ca. 18:00 Uhr


18:00 Uhr

Geplant war, dass ich mich an diesem Wochenende nicht mit meinem Blog melde, weil es keine besonderen Vorkommnisse in Sachen COVID in den vergangenen Tagen gab. Die Coronazahlen entwickelten sich langsam und kontinuierlich zurück, die Cluster sind erkannt, die Verlerinnen und Verler halten sich weitestgehend an die Vorschriften.

 

Nun muss ich mich leider doch noch am Tag vor dem 2. Advent melden. Es gibt in Verl einen neuen COVID-Eintrag in einer Senioreneinrichtung. Die positiv getestete Personenzahl wird sich daher in Kürze in der Statistik nochmals signifikant erhöhen. Gerade meldete das St.-Anna-Haus, dass es die Pandemie im Griff habe und es zu keinen neuen Ansteckungen gekommen sei, da gibt es in einer anderen, kleineren Einrichtung eine Fortsetzung. Zwischenzeitlich sind dort fast 50 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner und zwei Personen aus dem Bereich des Personals positiv getestet worden. Weitere Ergebnisse werden noch erwartet. Gerade beim St.-Anna-Haus haben wir auch hier in Verl schmerzlich erfahren müssen, wie schwierig die Umstände in Senioreneinrichtungen derzeit ist. Landauf und landab gibt es immer wieder neue Meldungen, die Anlass zur Sorge bereiten. Jetzt hilft es nur, die Daumen zu drücken, dass möglichst viele Personen diese kritische Situation weitestgehend ohne Symptome überstehen. Dem Pflegepersonal und dem Einrichtungsbetreiber wünsche ich alles erdenklich Gute, diesen Pandemie-Ausbruch zu parieren. Es ist keine einfache Aufgabe. Wenn wir als Stadt Hilfe leisten können, werden wir das natürlich tun.

 

Ich habe bereits heute E-Mails von Angehörigen erhalten, die wissen möchten, wie sie sich verhalten sollen. Das Kreisgesundheitsamt ist mit einem Team vor Ort und wird entsprechende Empfehlungen an die Angehörigen weitergeben.

 

Wenn jemand in den vergangenen Tagen Kontakt zu Bewohnerinnen und Bewohnern oder dem Personal hatte, so kann ich an dieser Stelle nur den Rat geben, sich bis zur Klärung der Gesamtsituation in eine Selbstisolation zu begeben. Hier appelliere ich an die Eigenverantwortung. Das Gesundheitsamt und auch der Betreiber der Einrichtung werden alles unternehmen, damit sich das Virus nicht weiter ausbreitet.

 

Heute ist uns einmal mehr vor Augen geführt worden, wie latent gefährlich die Lage im Augenblick ist. Es sind auch wieder viele Verlerinnen und Verler betroffen.

 

Das Kreisgesundheitsamt wird am kommenden Montag mit einem mobilen Team in einer Sammelunterkunft für Werklohnarbeiterinnen und -arbeiter COVID-Tests durchführen. Hier bleibt auch das Ergebnis abzuwarten. Anlass dazu ist, dass es in der Unterkunft einen Viruseintrag in dieser Woche gab. Es handelt sich allerdings nicht um Betroffene aus der fleischverarbeitenden Industrie. Dies teile ich mit, damit es hier nicht zu Spekulationen kommt.

 

Gehen wir jetzt mit der Hoffnung auf Besserung in den zweiten Adventssonntag.

 

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine ruhige und gesunde Nacht, liebe Verlerinnen und Verler…

 

Ihr Michael Esken

 

#VerlHältAbstand  #coronaverl