80 laborbestätigte Infektionen im Kreis Gütersloh


Coronavirus

Die Zahl der laborbestätigten Coronainfektionen im Kreis Gütersloh ist erneut gestiegen. Während der Kreis heute Morgen noch 71 Infektionen gemeldet hatte, sind es inzwischen 80 (Stand: 16 Uhr). In der zweiten Sitzung des Krisenstabes am heutigen Montag sei die Situation nach der sehr dynamischen Entwicklung am Wochenende bewertet worden. „Die Fallzahlen steigen weiter an“, erklärt Gesundheitsdezernent und Krisenstabsleiter Thomas Kuhlbusch. „Aufgrund der Überlastung der Leitungen erreichen uns derzeit neue Laborbefunde nicht oder nur sehr zeitverzögert. Insoweit gehen wir davon aus, dass die Fallzahlen deutlich höher liegen. Zudem gibt es noch eine niedrige dreistellige Vielzahl von Verdachtsfällen, die uns von Hausärzten gemeldet wurden.“

 

Die bisher laborbestätigten Infektionen verteilen sich wie folgt:


Borgholzhausen: 1 (1)
Gütersloh: 28 (23)
Halle: 2 (1)
Harsewinkel: 3 (2)
Herzebrock-Clarholz: 1 (1)
Langenberg: 1 (1)
Rheda-Wiedenbrück: 10 (9)
Rietberg: 9 (9)
Schloß Holte-Stukenbrock: 6 (6)
Steinhagen: 10 (9)
Verl: 6 (6)
Versmold: 3 (3)

 

Die derzeitige Konzentration des Gesundheitsamtes liege auf den Menschen, die sich laborbestätigt neu infiziert haben, und auf den Kontaktpersonen, die in der medizinischen und pflegerischen Versorgung oder in kritischen Infrastrukturen tätig sind. „Es ist schlicht nicht mehr möglich, alle anderen Kontaktpersonen anzurufen, und auch nicht mehr möglich, die Vielzahl aller eingehenden Einzelanfragen zu beantworten“, so der Dezernent. „Wir sind in einer Situation, in der wir uns auf die ganz wesentlichen Fragen konzentrieren und die vorgenannten Prioritäten setzen müssen.“

 

Der Kreis stellt die Durchführung der Belehrungen nach dem Infektionsschutzgesetz ab sofort ein, um die stärkere Verbreitung des Coronavirus zu verhindern. Hintergrund: Die Belehrungen finden in der Regel in Gruppen statt. Auch Einzelbelehrungen werden nicht mehr durchgeführt, um Ballungen in Wartebereichen zu verhindern.

 

„Heute sind bei unserer Bürgerhotline sehr viele Anrufe eingegangen. Nach diesem Wochenende, in dem das Land weitreichende Maßnahmen beschlossen hat, war der Informationsbedarf der Bürgerinnen und Bürger enorm“, so Kuhlbusch weiter. „Um Abhilfe zu schaffen, haben wir die Anzahl der Mitarbeiter von vier auf sieben aufgestockt. Da die Zahl der Leitungen technisch begrenzt ist, werden wir die Hotline dadurch entlasten, dass die Fragen zu Themen wie Schulen, Kitas und Pflege zu weiteren Mitarbeitern im Hintergrund durchgestellt werden.“ Die Bürgerhotline ist unter der Telefonnummer 05241 / 854500 von 8 bis 17 Uhr erreichbar.

 

Im Kreis habe sich heute gezeigt, dass die Betreuung an fast allen Schulen gesichert werden konnte. Lediglich das Ems-Berufskolleg und die Grundschule Loxten seien geschlossen geblieben. Vor allem in Kitas sei die Betreuung für Kinder von sogenannten Schlüsselpersonen gesichert.