Aktionswoche gegen Gewalt an Frauen


Information

Gewalt an Frauen und Mädchen ist kein Einzelschicksal. Sie kommt in allen sozialen Schichten vor. Dabei spielen das Einkommen, der Beruf, der Bildungsstand oder die Nationalität keine Rolle. Im Aktionsmonat November "Gegen Gewalt gegen Frauen" macht die Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Gütersloh darauf aufmerksam. In diesem Jahr steht das Thema "Männlichkeit entscheidest du! - Respektvoller Umgang auf Augenhöhe!" im Fokus der Aktivitäten. Die Kampagne wird vom Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes NRW gefördert.

 

Fünf Männer mit ihren Statements für eine neue Männlichkeit sind in den nächsten Wochen durch Poster, Postkarten und Banner über Citylights-, Laternenmast- und Bauzaunwerbung sowie über die kreisweite Verteilung von Postkarten und Plakaten im Kreis Gütersloh präsent. Statistisch gesehen wird jede dritte Frau in Deutschland mindestens einmal in ihrem Leben Opfer physischer und/oder sexualisierter Gewalt. „Sexualisierte, körperliche oder psychischer Gewalt ist ein nach wie vor aktuelles Thema, das bei weitem nicht nur Frauen und Mädchen in fernen Ländern wie dem Iran betrifft. Auch im Kreis Gütersloh sind Frauen und Mädchen betroffen“, weiß Yvonne Hantke, Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Gütersloh.

 

Stark, potent und mächtig – ist das der ideale Mann? Und was hat das mit Gewalt gegen Frauen zu tun? Darüber haben die Macherinnen der Kampagne mit Männern gesprochen und die Botschaft lautet: „Männer emanzipiert Euch von destruktiven Männlichkeitsbildern! Steht zusammen gegen Sexismus, Frauenfeindlichkeit und Gewalt!“, erläutert Inge Trame (Stadt Gütersloh) den Hintergrund der Kampagne. „Wenn wir also Geschlechterklischees überwinden, haben alle etwas gewonnen, auch bezüglich sexualisierter Gewalt gegen Frauen“, ergänzt Yvonne Hantke.

 

Die Kampagne "Was Männlichkeit ist, entscheidest du. Jeden Tag. Zusammenstehen gegen Sexismus, Frauenfeindlichkeit und Gewalt" zeigt anhand von realen Männern und deren Zitaten die Rolle des Mannes und der Definition von Männlichkeit in der Prävention von Gewalt gegen Frauen und Mädchen auf. Entstanden ist die Kampagnenidee aus den Erfahrungen der Frauennotrufe in Schleswig-Holstein und Hamburg. Immer wieder ist bei betroffenen Frauen nicht nur die physische Gewalt thematisiert, sondern auch das dahinterstehende Männlichkeitsbild. Die Vorstellung, dass ein Mann männlich ist, wenn er die Kontrolle und Oberhand über andere behält, ist noch immer weit verbreitet. Diese sogenannte destruktive Männlichkeit ist die Grundlage für Abwertung, Sexismus und letztlich körperliche Gewalt gegen Frauen.

 

Nähere Informationen zur Kampagne gibt es auf www.pia-online.eu

 

Hinweis:
Vor dem Rathaus der Stadt Verl werden anlässlich des Gedenk- und Aktionstags zur Bekämpfung von Diskriminierung und Gewalt gegenüber Frauen und Mädchen am 25. November als sichtbares Zeichen wieder die blauen Fahnen mit dem Slogan  „Frei leben – ohne Gewalt“ gehisst. Auf die Beleuchtung des Gebäudes wird in diesem Jahr aus Energiespargründen verzichtet.




Ihr Kontakt

Sabine Heethey
Gleichstellungsstelle
Raum: 023
Telefon: 05246 / 961-143
Rathaus
Raum 023
Paderborner Str. 5
33415 Verl
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Dienstag:8.00 - 12.30 Uhr & 14.00 - 16.30 Uhr
Mittwoch:8.00 - 12.30 Uhr & 14.00 - 16.30 Uhr
Donnerstag:8.00 - 12.30 Uhr & 14.00 - 16.30 Uhr
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