Bürmsche Wiese: Kunstwerk VAU enthüllt


Allgemein

Das VAU setzt den Schlusspunkt: Als Dank für die Umsetzung des Skulpturenparks „Bänke für Verl“ auf der Bürmschen Wiese hat die Kolpingsfamilie Verl der Stadt eine Bronze des Künstlers Thomas Virnich zum Geschenk gemacht. „Es ist eine Arbeit, die etwas über Verl erzählt, aber auch die typische Arbeitsweise von Thomas Virnich spiegelt“, hob Kurator Dr. Christian Krausch bei der feierlichen Enthüllung des Werkes auf der Bürmschen Wiese hervor. Auch der Titel „VAU“ spreche für sich und stehe für die Stadt Verl, aber auch für Werte wie Vertrauen und Verbundenheit.

 

Die Bronze sei ein kleines zusätzlich Juwel für den Skulpturenpark, freute sich Ferdinand Hensler von der Kolpingsfamilie, deren kommunalpolitischer Arbeitskreis sich mit einem Bürgerantrag aus dem Jahr 2015 intensiv für die Errichtung eines Skulpturenparks engagiert hatte. Als Ideengeber und Initiator des Projektes sei es nach der Fertigstellung und Eröffnung des Skulpturenparks im Juni 2020 ein großer Wunsch gewesen, mit einem Kunstobjekt einen gestalterischen Abschlusspunkt zu setzen und der Stadt Verl das Objekt als Schenkung zu überlassen. In Thomas Virnich aus Mönchengladbach habe man genau den richtigen Künstler gefunden, sein Entwurf sei gleich auf Begeisterung gestoßen. Dank vieler großzügiger Spenden sei es der Kolpingsfamilie möglich gewesen, das Werk zu kaufen und der Stadt zu schenken.

 

Dafür bedankte sich Bürgermeister Michael Esken im Namen der Stadt und des Rates sehr herzlich. „Normalerweise ist es ja so, dass die Stadt um Förderungen und Finanzierungen gebeten wird. Dass sie selbst etwas geschenkt bekommt, ist eher selten“, sagte er. Das Werk von Thomas Virnich füge sich harmonisch in die zurückhaltende Möblierung des Skulpturenparks ein, in dem die Natur eine ebenso große Rolle spiele wie die Kunst. „Bei der Planung wurde der Natur bewusst viel Raum gelassen“, betonte Esken. „Die Vegetation der Wiese wird sich im Laufe der Jahre immer wieder verändern und weiterentwickeln.“ Schon in diesem Jahr blüht ein wunderschönes Meer aus Margeriten.

 

Dr. Christian Krausch, Kurator des Skulpturenparks „Bänke für Verl“, hatte auch die Kolpingsfamilie künstlerisch beraten und den Kontakt zu Thomas Virnich hergestellt. Die von Virnich geschaffene Bronze auf einem Sockel aus Anröchter Grünstein ist in V-Form modelliert und gestaltet. Bruchstückhafte Fassaden und Gebäudeteile, ineinanderfließend mit Natur- und Gestaltungselementen, winden sich drehend oder stürzend als säulenhafte Gebilde zu einer Form des Buchstabens V (für Verl). Eingebettet in die unterschiedlichen Fragmente sind auch städtische Motive wie der Kirchturm St. Anna oder – als Abschluss der Säulen – der Skulpturenpark in Miniatur. Auf der Standfläche finden sich der Schriftzug Skulpturenpark Bürmsche Wiese und vor Fachwerk der Schriftzug Heimathaus. Das Logo der Stadt Verl mit dem Slogan Ein guter Grund und auch das Kolping-Logo sind ebenfalls eingearbeitet.

 

Bildzeile:
Ferdinand Hensler (Kolpingsfamilie Verl, links) und Künstler Thomas Virnich enthüllen das Kunstwerk VAU.