Autorin Sandra Roth liest aus "Lotta Schultüte"


Stadt Verl

Lotta (6) kann nicht laufen, sehen oder sprechen. Sie kann hören, verstehen und auch ohne greifen zu können, hat sie ihre Familie fest im Griff. Was ist eine gute Schule für ein Kind wie Lotta? Nach ihrem Bestseller »Lotta Wundertüte« erzählt Sandra Roth in »Lotta Schultüte« erneut zutiefst berührend und humorvoll von dem Leben mit ihrer schwer mehrfachbehinderten Tochter und leistet einen wichtigen Beitrag zur Debatte um die Inklusion. Am Mittwoch, 11. März, um 19.30 Uhr stellt die Autorin ihr Buch in der Verler Geschäftsstelle der Kreissparkasse vor. Zu der Lesung laden die Stadt Verl und die Volkshochschule in der Reihe "Verler Gesundheitsforum" ein. Der Eintritt ist frei.

 

»Gewickelt wird hier nicht«, sagt der Rektor einer inklusiven Schule. »Für solche Fälle haben wir ein wunderbares Internat«, sagt jemand von der Stadt. »Du wirst mal eine gute Schülerin«, sagt Lottas großer Bruder Ben. »Du kannst so gut zuhören.«

 

Lotta freut sich schon auf die Schule. Doch während Lottas Kita ihren Eltern täglich zeigt, wie gut das Zusammensein von Kindern mit und ohne Behinderung gelingen kann, stößt ihre Mutter Sandra Roth bei der Schulsuche für ihre Tochter auf Ablehnung. »Ich mag Lotta, doch ich hätte Angst, sie bei mir im Klassenzimmer zu haben«, sagt eine befreundete Lehrerin und steht mit dieser Meinung nicht alleine da. Zu volle Klassenzimmer, nicht genügend Sonderpädagogen, fehlende Mittel. Sandra Roth trifft auf Rektoren, die beim Tag der offenen Tür die Arme verschränken.

 

Nicht nur bei der Schulsuche, auch im Alltag merken Lottas Eltern, wie viel noch fehlt zu einer wirklich inklusiven Gesellschaft. Wie müsste eine Welt aussehen, die Lotta mehr sein lässt als nur behindert? Die sie sehen könnte, wie sie ist: schön, unbekümmert, behindert, fröhlich und charmant?