Kreisweite Mietniveau-Erhebung: Frist verlängert


Allgemein

Seit Beginn des Jahres läuft eine umfangreiche Vermieterbefragung zu den Wohnungsmieten im gesamten Kreis Gütersloh. Dazu wurden von den Städten und Gemeinden mit den Bescheiden über die Grundbesitzabgaben mehr als 40.000 Fragebögen an Vermieter versandt. Die Rückmeldungen sind bislang regional sehr unterschiedlich. Daher wurden diejenigen Vermieter, die sich bislang noch nicht zurückgemeldet hatten, vor kurzem mit einem gemeinsamen Anschreiben des Landrates sowie der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister an die Teilnahme erinnert. Der Termin zur Rücksendung der Fragebögen wurde zudem bis zum 5. April verlängert.

 

Aufgrund der automatisierten Erstellung des Erinnerungsschreibens wurden in Einzelfällen auch Eigentümer erneut angeschrieben, die keine Vermieter sind. „Diese Eigentümer können das Anschreiben ignorieren und müssen sich selbstverständlich nicht zurückmelden“, erklärt Stefan Susat, Abteilungsleiter im Jobcenter.

 

Alle anderen angeschriebenen Eigentümer bittet der Kreis Gütersloh auch im Namen aller Kommunen um Mithilfe. „Natürlich ist die Teilnahme kostenlos und freiwillig. Aber für eine aussagekräftige Erhebung sind neben den bereits eingegangenen Fragebögen noch weitere Rückmeldungen erforderlich“, bittet Susat. Abgefragt werden vor allem die Eigenschaften der Wohnung wie zum Beispiel Größe, Ausstattung, Lage, Baualter sowie die Höhe der Miete und der Nebenkosten. Susat ergänzt: „Die erhobenen Daten dienen ausschließlich der Erstellung der Mietspiegel und der Anpassung der angemessenen Wohnkosten. Die Daten werden anonymisiert und in zusammengefasster Form verarbeitet. Eine anderweitige Nutzung der Daten ist ausgeschlossen.“

 

Die Vermieter werden gebeten, die bereits mit dem Grundbesitzabgabenbescheid übersandten Unterlagen zu verwenden und an das mit der Erhebung des Mietniveaus beauftragte Institut ANALYSE & KONZEPTE in Hamburg zurückzusenden oder sich im Internet zu beteiligen. Um die Daten vergleichen zu können, sollen Angaben zum Stichtag 1. Januar 2020 erfolgen.

 

„Die durch den Mietspiegel abgebildete ortsübliche Vergleichsmiete trägt dazu bei, Auseinandersetzungen zwischen Vermietern und Mietern über die angemessene Höhe einer Miete zu vermeiden“, erklärt Susat. „Der Mietspiegel wird daher vor allem für Vermieter und Mieter erstellt, so dass ein transparenter Überblick über den Mietmarkt möglich ist.“ Die angemessenen Wohnkosten nach dem Sozialgesetzbuch gehören zur steuerfinanzierten Grundsicherung. Die Unterkunftskosten werden zu einem überwiegenden Teil kommunal finanziert. Susat ergänzt: „Die Daten aus dieser Erhebung führen somit zu einer angemessenen und rechtssicheren Verwendung von Steuermitteln.“

 

Ziel der gemeinsamen Aktion der Städte und Gemeinden sowie des Kreises Gütersloh ist es, nach der ersten Erhebung im Jahr 2016 das nun aktuelle Mietniveau zu ermitteln. Ergebnisse sollen Mitte dieses Jahres vorliegen. Durch die erneute gemeinsame Befragung und Auswertung der Daten reduziert sich der Aufwand für Vermieter und Verwaltung erheblich.

 

Nähere Informationen gibt es auf der Homepage des Jobcenters unter www.kreis-guetersloh.de/jobcenter-aktuelles.