Coronatests in Schlachtbetrieben: Bisher alle Befunde negativ


Coronavirus

Zur Testung aller Personen, die im Kreis Gütersloh in hier ansässigen Schlachtbetrieben tätig sind, meldet der Kreis Gütersloh folgenden Zwischenstand: Zum Zeitpunkt 13. Mai, 0 Uhr, lagen insgesamt 396 Laborbefunde vor. Diese Befunde waren alle negativ. Das gleiche gilt für die weiteren 388 Laborbefunde, die heute bis 14 Uhr eingetroffen sind.

 

Nach intensiver Vorbereitung werden seit Montag, 11. Mai, auf dem Betriebsgelände der Firma Tönnies in Rheda alle dort im „Schlachtbetrieb“ tätigen Personen, insbesondere alle dort tätigen Werkvertragsnehmer-Arbeitnehmer getestet. Das Ministerium hat zwischenzeitlich auch darum gebeten, dass alle Betriebe, die sich am Standort Rheda befinden, mit einbezogen werden sollen. Die Zahl der zu testenden Personen ist daher höher als ursprünglich mit rund 6.500 angegeben. 

 

Nach Angaben des Unternehmens sind bezogen auf den Standort Rheda in allen dort angesiedelten Betrieben rund 7.694 Personen in den Personallisten erfasst. Das heißt, in dieser Zahl sind nach Unternehmensangabe auch noch Personen enthalten, die nicht mehr in den Betrieben aktiv sind, die sich in Elternzeit, in Langzeiterkrankung, im Mutterschutz befinden oder nur sporadisch im Werk anwesend sind. Der Kreis Gütersloh testet zudem auch alle dort tätigen eigenen Mitarbeiter (ca. 130). Und schließlich werden auch die rund 150 Personen getestet, die in vier weiteren Schlachtbetrieben tätig sind.

 

Am 11. Mai wurden in Rheda bei der Firma Tönnies 788 und am 12. Mai insgesamt 1.308 Personen, insgesamt also 2.096 Personen getestet. Dies betraf und betrifft insbesondere die Personen, die im eigentlichen Schlachtbetrieb, der Firma Reisinger, dem Zerlegebetrieb Schwein, dem Zerlegebetrieb Rind, der Firma Tillmanns Convenience und der amtlichen Überwachung tätig sind. Zu dem zuletzt genannten Personenkreis gehören die amtlichen Tierärzte und amtlichen Fachassistenten, die beim Kreis Gütersloh beschäftigt sind und die Lebensmittelproduktion, begonnen von der Anlieferung der lebenden Tiere bis zum Versand der Produkte, überwachen. Am heutigen Mittwoch beziehen sich die Testungen ganz überwiegend auf Personen, die in der Produktion der beiden genannten Zerlegebetriebe tätig sind.

 

Die Testungen werden von elf Mitarbeitern des Kreisrettungsdienstes und 14 ehrenamtlichen Mitarbeitern des DRK und des MHD mit sogenannten Abstrichtupfern unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt. Die Proben werden dann anschließend in das amtlich tätige Chemische und Veterinäruntersuchungsamt nach Detmold und ein weiteres vom Kreis beauftragtes Labor verbracht und dort untersucht. Die letzten Testungen werden bis zum Wochenende andauern.

 

Der Krisenstab des Kreises Gütersloh hat ein risikoorientiertes Vorgehen festgelegt: „Wir beginnen bewusst in den großen Betrieben, in denen viele Arbeitnehmer von Werkvertragsnehmern beschäftigt sind, und testen dann in den kleinen Betrieben“, beschreibt Krisenstabsleiter Thomas Kuhlbusch die grundlegende Strategie. „Unabhängig davon haben wir von Beginn an unsere eigenen Mitarbeiter mit in die Testungen einbezogen, da diese entlang der Produktionskette im Einsatz sind. Aufgrund der hohen Quote an Beschäftigten von Werkvertragsnehmern in diesen Bereichen liegt unser Fokus in besonderem Maße auf den Personen, die in der Produktion tätig sind. Wir schreiten konsequent und so zügig wie es geht voran, um gegebenenfalls bestehende Infektionen zu erkennen und Infektionsketten so schnell wie möglich zu unterbrechen“, verdeutlicht Kuhlbusch. 

 

Bei Eingang von positiven Befunden erfolgt unverzüglich eine Kontaktaufnahme zu den Betroffenen, um diese über den Befund und die sich daraus ergebenden Folgen zu informieren und den Ort des tatsächlichen Wohnaufenthalts zu ermitteln. Anschließend erfolgt dann eine Information der zuständigen Gesundheitsämter, soweit die Betroffenen nicht im Kreis Gütersloh wohnen, bzw. der örtlichen Ordnungsbehörden am des tatsächlichen Wohnsitz.

 

Landrat Sven-Georg Adenauer ist froh, dass die seit Freitag laufenden Testungen schnell und zugleich gründlich vorbereitet worden seien: „Das hat sich bisher ausgezahlt! Die Testungen laufen gut organisiert reibungslos und zügig. Das zeigt sich an der außerordentlich großen Zahl der mittlerweile durchgeführten Tests. Die Firma Tönnies agiert unter Berücksichtigung unserer Vorgaben kooperativ. Mein besonderer Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern meines Krisenmanagements und natürlich den im Einsatz befindlichen Hilfsorganisationen.“