Demenz: Neuer Gesprächskreis für Angehörige startet


Stadt Verl

Die Betreuung eines an Demenz erkrankten Menschen ist für viele Angehörige ein Kraftakt, der sie an seelische und körperliche Grenzen bringt. Umso wichtiger ist es für Betroffene, auch einmal an sich selber zu denken und etwas für sich zu tun. Eine Möglichkeit dazu bietet der neue Gesprächskreis für Angehörige von Demenzkranken, den die Stadt Verl und die BIGS (Bürgerinformation Gesundheit und Selbsthilfekontaktstelle) Gütersloh jetzt gemeinsam in Verl anbieten. Das erste Treffen ist am Dienstag, 28. Januar, von 16 bis 17.30 Uhr im evangelischen Gemeindehaus (Paul-Gerhardt-Straße 6). Dazu sind alle Interessierten willkommen.

 

In Deutschland leben rund 1,7 Millionen Menschen mit Demenz. Für Angehörige bedeutet die Demenz eine hohe Belastung, vor allem durch das langsame Fortschreiten der Krankheit sowie die zunehmenden Problemen bei der Bewältigung des Alltags und die daraus geforderte kontinuierliche Betreuung. In vielen Fällen fühlen sich Angehörige mit dieser Situation alleine gelassen. Im geschützten Kreis des Gesprächskreises wird der Austausch ein Schwerpunkt sein. Denn niemand kann die Probleme, Sorgen und Ängste so gut verstehen wie Menschen, die in einer ähnlichen Situation sind und sie selbst täglich erleben. Des Weiteren bietet der Gesprächskreis die Möglichkeit, aktuelle Probleme anzusprechen, mit schwierigen Verhaltensweisen besser umgehen zu lernen, Belastungsgrenzen zu erkennen, die eigene Pflegesituation zu reflektieren oder einfach zu sehen, dass man mit Schwierigkeiten nicht alleine ist. Die Treffen des Gesprächskreises werden fachlich von Karin Smith (examinierte Altenpflegerin) geleitet. Die Teilnahme ist kostenlos.

 

Für Fragen und nähere Informationen können sich Interessierte an Sandra Hasenbein vom Fachbereich Soziales der Stadt Verl wenden, Tel. (05246) 961-204, sandra.hasenbein@​verl.de.