Fernwärme schont Klima und Umwelt


Allgemein
Fernwärmenetz

Um die Umwelt und das Klima zu schonen, setzt die Stadt Verl seit Herbst 2011 auf Fernwärme aus den regenerativen Brennstoffen Biogas und Holzhackschnitzeln. Anstoß war die Umrüstung der alten elektrischen Heizungsanlagen im Schulzentrum und die Möglichkeit, aus der Biogasanlage eines örtlichen Landwirtes Wärme auszukoppeln.

 

Zunächst umfasste das Netz die Gebäude im Verler Schulzentrum und konnte dann rasch in einem zweiten und dritten Schritt bis zum Freibad sowie bis in den Ortskern erweitert werden. Auch Gebäude der Katholischen Kirchengemeinde wie zum Beispiel das Altenzentrum und der Kindergarten sowie weitere private Anlieger konnten inzwischen an das Fernwärmenetz angeschlossen werden. Nach dem Anschluss der Straße Zum Meierhof werden zurzeit in einem weiteren Bauabschnitt im Zuge der Sanierung der Ortsdurchfahrt auch hier die Fernwärmeleitungen verlegt.

 

Nachdem die Wärme zu Beginn zu etwa gleichen Teilen aus dem Biogasblockheizkraftwerk und vorhandenen Gaskesseln erzeugt wurde, wird seit Oktober 2014 in einem eigens errichteten Biomasseheizwerk an der Straße Zum Meierhof der überwiegende Anteil der Wärme erzeugt – klimaschonend, mit nachwachsenden Rohstoffen und CO2-neutral.

 

Möglich wurde dieses Projekt - wie auch der 5. und 6. Bauabschnit für die Fernwärmeleitungen - durch Förderungen des Landes NRW aus dem Förderprogramm Progres NRW sowie durch Bundesfördermittel über die KfW-Bank im Rahmen der Förderprogramme 271 (Erneuerbare Energien) und 201 (Energetische Quartiersentwicklung).

 

Für die Stadt Verl ist das Fernwärmenetz ein Leitprojekt im kommunalen Klimaschutz. Schließlich verbinden sich hier CO2-Reduktion, regionale Wertschöpfung und innovative Techniken zur Kraftwärmekopplung für alle Beteiligten in idealer Weise.