Gesamtschule: Suche nach neuem Architekten


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Neue Entwicklung im Architektenwettbewerb für die Gesamtschule und das Hallenbad: Beide zuletzt im Vergabeverfahren verbliebenen Architekturbüros haben erklärt, nicht weiter teilnehmen zu wollen. Grund ist die Kostendeckelung auf 29 Millionen Euro. Dieses Limit kann weder das Büro 4a Architekten (Stuttgart) als erster Preisträger noch das Büro Schlattmeier Architekten (Herford) als dritter Preisträger mit seinem jeweiligen Entwurf einhalten. Das zweitplatzierte Büro hatte sich bereits aus dem Wettbewerb verabschiedet. Nun muss ein neuer Architekt gefunden werden.

 

Bevor es so weit ist, ist die Politik am Zug. Der von der Stadt beauftragte Projektsteuerer habe bestätigt, dass beide Projekte für 29 Millionen – davon sind 13 Millionen für das Hallenbad vorgesehen – realisierbar seien, sagt Bürgermeister Michael Esken. Das Raum- und das pädagogische Konzept für die Gesamtschule ließen sich damit auf jeden Fall umsetzen. Nun müsse der Rat entscheiden, ob es bei der Deckelung bleiben oder für die Gesamtschule möglicherweise mehr Geld für eine weitergehende  Ausgestaltung zur Verfügung gestellt werden solle. Beide Architekturbüros hätten für die Schule zum Beispiel einen „sehr repräsentativen Baukörper geplant“, wie der technische Beigeordnete Thorsten Herbst erklärt. Das Büro Schlattmeier sieht in seinem Entwurf zudem den Erhalt der Realschulaula vor sowie eine bauliche und technische Aufwertung des Pädagogischen Zentrums. Um das Kostenlimit einzuhalten, hätten beide Büros ihre Entwürfe erheblich überarbeiten müssen. Dazu sind beide nicht bereit.  

 

Die Stadt wird nun eine neue Vergabe ausschreiben, kündigt Thorsten Herbst an. Dabei können sich interessierte Architekten für das Projekt bewerben – diesmal nicht mit einem Entwurf, sondern mit ihren Referenzen. Der Entwurf wird erst dann erarbeitet, wenn die Stadt einem Architekten den Auftrag erteilt hat. Selbstverständlich könnten sich auch Architekturbüros bewerben, die bereits am Architektenwettbewerb teilgenommen haben. Die neue Entwicklung bedeute keine große Zeitverzögerung, sagt Bürgermeister Michael Esken. Die Ausschreibung werde jetzt ebenso vorbereitet wie die politische Beratung und bereits Anfang des nächsten Jahres sollen die Gespräche mit den interessierten Architekturbüros geführt werden.  

 

Der Architektenwettbewerb habe sich dennoch gelohnt, betont Thorsten Herbst: „Wir haben daraus wichtige Erkenntnisse gewonnen, die in den weiteren Verlauf einfließen.“ Die Stadt gehe nach wie vor davon aus, dass mit dem Bau wie geplant im Jahr 2021 begonnen werden kann, so der Bürgermeister.




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