Große Resonanz auf Obstbaum-Aktion


Stadt Verl

Wer einen Obstbaum im Garten hat, kann sich nicht nur über frisches Obst freuen, sondern bietet auch Insekten und Vögeln Nahrung sowie Lebensraum. Insofern wird die Obstbaum-Aktion der Stadt Verl und der KlimaTisch-Ortsgruppe gleich im doppelten Sinn buchstäblich Früchte tragen. 50 Obstgehölze haben die Initiatoren an interessierte Verlerinnen und Verler verschenkt. Die Resonanz war riesengroß: Knapp 400 Bewerbungen waren im Rathaus eingegangen.

 

Umso größer war die Freude bei den 50 Bürgerinnen und Bürgern, die zu den Schnellsten gehört hatten und einen Obstbaum abholen konnten. Für manche kam die Aktion genau zur richtigen Zeit, so etwa bei Familie Wagner, die gerade ihren Garten neu gestaltet, wie Martina Wagner erzählte. Sohn Lennart (4) hätte am liebsten einen Zitronenbaum gehabt, doch im Angebot waren ausschließlich heimische Arten wie Apfel, Birne, Zwetschge und Kirsche. „Vielleicht wird es eine Birne“, meinte Martina Wagner und lag damit voll im Trend: „Die Birne war bei der Aktion die beliebteste Sorte, gefolgt von der Zwetschge“, berichtet Dr. Fabian Humpert, Klimaschutzmanager der Stadt Verl.

 

Die Abgabe der Gehölze erfolgte vor dem Heimathaus, zeitversetzt und natürlich unter den bekannten Abstands- und Hygieneregeln. Die meisten Abholerinnen und Abholer nahmen von Garten- und Landschaftsbauer Michael Schwan, der in seiner Freizeit im Heimatverein sowie in der KlimaTisch-Ortsgruppe aktiv ist, gleich noch ein paar fachmännische Tipps für die Anpflanzung und Pflege ihres Obstgehölzes mit. Denn der Erziehungsschnitt, also der richtige Schnitt, ist für Wuchsform, Gesundheit und Fruchtentwicklung sehr wichtig.

 

Im Bewerbungsformular hatten Stadt und KlimaTisch-Ortsgruppe darum gebeten, einen Grund für die Teilnahme an der Aktion zu benennen. Viele Bewerberinnen und Bewerber teilten mit, einen Baum ersetzen zu wollen, weil ihm Trockenheit oder Frost so sehr zugesetzt hatten, dass er gefällt werden musste. Ein weiterer Grund war der Wunsch, sich mit regionalen Produkten zu ernähren – und frischeres Obst als aus dem eigenen Garten gibt es bekanntlich nun mal nicht. Vielen war darüber eine Gartenaktion gemeinsam mit ihren Kindern wichtig. „Aber auch Biodiversität und der Umweltschutz waren oft genannte Stichworte“, zieht Fabian Humpert Bilanz.

 

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Klimaschutzmanager Dr. Fabian Humpert übernahm gemeinsam mit Doris Hermwille, Gabriele Lühn und Michael Schwan (v. l.) von der KlimaTisch-Ortsgruppe Verl die Verteilung der Obstbäume vor dem Heimathaus.