Neues Vergabeverfahren für Gesamtschule und Hallenbad startet


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Da der Sitzungsbetrieb momentan ausgesetzt ist, hat die Stadt Verl jetzt per Dringlichkeitsentscheidung ein neues Vergabeverfahren für die Planung zur Erweiterung der Gesamtschule und zum Bau eines Hallenbades auf den Weg gebracht. Nachdem der Architektenwettbewerb im Vorjahr zu keinem Ergebnis geführt hatte, ist nun ein Verhandlungsverfahren ohne Planungsvorschläge vorgesehen.

 

Im September 2018 hatte die Stadt bekanntlich einen Architektenwettbewerb gestartet. Daraus gingen drei Preisträger hervor. Das im Anschluss im April 2019 durchgeführte Verhandlungsverfahren blieb jedoch erfolglos. Der 2. Preisträger verzichtete von vornherein auf die Teilnahme und von den beiden verbleibenden Teilnehmern gingen keine finalen Angebote ein. Mit Beschluss des Rates vom 17.12.2019 wurde die Verwaltung schließlich beauftragt, ein neues Vergabeverfahren vorzubereiten.

 

Im jetzigen Verhandlungsverfahren ohne Planungsvorschläge wird lediglich ein erfahrener Planer gesucht, der erst nach Auftragserhalt einen Entwurf unter Beteiligung der Stadt und der Schule anfertigen soll. Über die Auswahl des Architekten wird ein Gremium entscheiden, dem Vertreterinnen und Vertreter der Fraktionen, der zuständigen Fachausschüsse für Bildung und Bau, der Verwaltung und der Schule sowie externe Architekten angehören. Bewerber müssen ihre Eignung vorab nachweisen. Betreut wird das Auswahlverfahren vom Büro Eisenmenger Co-Operation GmbH (Osnabrück), das im vergangenen Jahr bereits im Auftrag der Stadt Verl die Kostenangaben der Wettbewerbspreisträger nachgerechnet hatte und zu dem Ergebnis gekommen war, dass die in der Ausschreibung gesetzte Kostengrenze von 29 Millionen Euro von keinem der drei Preisträger gehalten werden konnte.

 

Das nun vorgesehene Vergabeverfahren für die Objektplanung und die technische Gebäudeausrüstung umfasst zwei Stufen. Stufe eins fordert lediglich zur Übermittlung von Teilnahmeanträgen auf, nicht dazu, Angebote einzureichen. Liegen der Stadt nach Ablauf der Frist mehr als vier vollständige Teilnahmeanträge vor, werden daraus die Büros ausgewählt, die von der Stadt zur Teilnahme am Verhandlungsverfahren auffordert werden. Zu den Eignungskriterien im Auswahlverfahren gehört zum Beispiel ein Nachweis, dass die Bewerber in den vergangenen fünf Jahren mindestens einen Neu- oder Umbau einer Schule und einen Neubau eines Hallenbades geplant haben. Die Jurysitzung für diese erste Stufe ist für den 20. Mai terminiert.

 

In der zweiten Stufe werden die ausgewählten Büros dann zur Abgabe eines ersten Angebotes aufgefordert. Nach Auswertung und Verhandlung dieser Angebote folgt die endgültige Bewertung, die für den 13. August vorgesehen ist. Anschließend soll ein finales  Angebot abgegeben werden, über das der Stadtrat am 1. September beraten soll.