Schiedsamt muss neu besetzt werden


Allgemein
Schiedsamt

30 Jahre lang hat er Streitigkeiten zwischen Verler Bürgerinnen und Bürgern geschlichtet. Nun geht seine Amtszeit zu Ende: Am 29. November, spätestens aber zum Amtsantritt seiner/s Nachfolgers/in, gibt Schiedsmann Wolfgang Tischler (77) sein Amt ab. Interessierte für das Amt der Schiedsperson können sich bis zum 10. Dezember bei der Stadt Verl (Fachbereich Sicherheit/Ordnung, Susanne Lükewille, Paderborner Straße 5, 33415 Verl) bewerben.

 

Ein Schiedsamt ist in jeder Kommune gesetzlich vorgeschrieben, um Streitigkeiten zwischen den Bürgerinnen und Bürgern unbürokratisch vor Ort schlichten zu können und die Gerichte zu entlasten. Die Schiedsperson vermittelt zwischen den Streitparteien und versucht, eine Einigung zu erzielen. Wird diese Einigung erreicht, ist sie rechtsverbindlich und vollstreckbar und muss von beiden Parteien akzeptiert werden. In einigen Fällen (strafrechtliche Angelegenheiten) muss sogar zwingend vor einer gerichtlichen Klage das Schiedsamt vorgeschaltet werden. So etwa bei Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung, Körperverletzung, Beleidigung, übler Nachrede, Verleumdung und ähnlichem. In zivilrechtlichen Angelegenheiten besteht die Hauptarbeit des Schiedsmannes in der Lösung nachbarschaftsrechtlicher Konflikte. Hier sind in erster Linie Lärmbelästigungen, Probleme an der Gartengrenze, aber auch mietrechtliche Auseinandersetzungen zu nennen.

 

Wer Schiedsperson in Verl werden will, sollte nicht unter 30 Jahre alt sein, im Stadtgebiet Verl wohnen und nach Persönlichkeit und Fähigkeiten für das Amt geeignet sein.