Selbsttests für mehr Sicherheit in Schulen und Kitas


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Nach wochenlangem Homeschooling ist seit Ende Februar zumindest ein Teil der Schülerinnen und Schüler zurück in den Schulen. So sehr die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichtes von vielen Kindern, Jugendlichen und Eltern sowie der Lehrerschaft herbeigesehnt wurde – es bleibt trotz aller Hygienemaßnahmen die Sorge vor einer Ansteckung und der Verbreitung des Virus. In Verl wird deshalb ab Montag, 8. März, für alle Schülerinnen und Schüler, die am Präsenz- oder Wechselunterricht in den Grund- und weiterführenden Schulen teilnehmen, sowie alle Kinder in den Kindertageseinrichtungen und in der Tagespflege jede Woche ein kostenloser Selbsttest zur Verfügung gestellt.

 

Angestoßen wurde die Initiative von Nobilia-Geschäftsführer Dr. Lars Bopf. In vielen großen Unternehmen, so auch in den Werken des Küchenherstellers, werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereits seit längerem regelmäßig getestet. Dies nun auch auf die Kinder und Jugendlichen auszuweiten, die in Kitas und bei Tagesmüttern betreut werden oder eine Schule besuchen, erscheint dem Unternehmen als logischer Schritt. Schließlich steckt sich nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts ein Großteil der Menschen in Deutschland im privaten Umfeld mit dem Coronavirus an.

 

Bei Bürgermeister Michael Esken stieß Dr. Lars Bopf mit seiner Idee sofort auf offene Ohren. „Das ist eine ausgesprochen sinnvolle Maßnahme, an der wir uns als Stadt gerne beteiligen“, sagt er. Innerhalb weniger Tage wurde die Aktion deshalb von der Verwaltung geplant und umgesetzt. Als weitere Beteiligte aus der Wirtschaft konnte Dr. Lars Bopf die Firmen Beckhoff Automation, Elektro Beckhoff, Heroal und Kleinemas gewinnen. Sie alle sehen in den Selbsttests einen weiteren Schritt für mehr Sicherheit in den Schulen und Kitas sowie in den Unternehmen und damit letztlich für die gesamte Stadt.

 

Die Schulleiterinnen und Schulleiter haben das Angebot der Selbsttests sehr dankbar angenommen und freuen sich über die pragmatische Lösung, die neben den geltenden Hygienemaßnahmen ein Stück mehr Sicherheit gebe und dazu beitrage, den Präsenzunterricht hoffentlich wieder dauerhaft zu ermöglichen. Auch die Kita-Träger begrüßen die Teststrategie. Damit die Test-Kits bereits ab dem kommenden Montag an die Kinder und Jugendlichen verteilt werden können, hat die Firma Nobilia zunächst aus eigenen Beständen ein Kontingent bereitgestellt. Insgesamt werden für die Aktion, die bis zu den Osterferien laufen soll, rund 12.000 Selbsttests benötigt. Zum Teil sind sie bereits vorrätig, zum Teil bestellt. Die Kosten teilen sich Beckhoff Automation, Elektro Beckhoff, Heroal, Kleinemas und Nobilia sowie die Stadt Verl.

 

Ausgewählt wurde der Lepu Medical Antigen Selbsttest. Dank seiner einfachen Handhabung mit Abstrich im vorderen Nasenraum und einer unkomplizierten Auswertung ist er für Kinder und Jugendliche besonders geeignet und kann leicht zu Hause an den von Schule oder Kita empfohlenen Terminen ausgeführt werden. Für die Anwendung hat die Stadtverwaltung eine detaillierte und bebilderte Bedienungsanleitung erstellt, die in mehrere Sprachen übersetzt wurde. Selbstverständlich ist der Selbsttest freiwillig und wird auch nur an die Kinder und Jugendlichen bzw. Eltern ausgegeben, die mitmachen möchten.

 

Weist der Test eine Infektion mit dem Coronavirus nach, sollte der oder die Betreffende umgehend in Quarantäne gehen und ein PCR-Test durch medizinisches Personal folgen. „Wir hoffen, dass unser Angebot in vielen Familien wahrgenommen wird und die Selbsttests damit dazu beitragen, Infektionsketten so schnell wie möglich zu unterbrechen und die Pandemie einzudämmen. Schließlich wünschen wir uns alle wieder mehr Normalität“, sagt Bürgermeister Michael Esken.