Obstbäume und -sträucher zu verschenken


Stadt Verl

So klein Insekten auch sein mögen, sind ihre Leistung und ihre Bedeutung für das Gleichgewicht der Natur doch riesengroß. Denn sie sind nicht nur die wichtigsten Pflanzenbestäuber, sondern regulieren auch Schädlinge und dienen zahlreichen anderen Arten als Futter. Gibt es weniger Insekten, ist unser gesamtes Ökosystem bedroht. Umso mehr gilt es, dem seit Jahren zu beobachtenden Artensterben entgegenzuwirken. Dazu möchte die Stadt Verl jetzt mit einer besonderen Aktion einen Beitrag leisten: „Gemeinsam mit der KlimaTisch-Ortsgruppe Verl werden wir am 15. April 50 Obstbäume und -sträucher an interessierte Verlerinnen und Verler verschenken“, kündigt Bürgermeister Michael Esken an.  

 

„Damit wollen wir die Bürgerinnen und Bürger dabei unterstützen, im eigenen Garten zum Erhalt der biologischen Vielfalt beizutragen. Zum Glück haben wir in unserer Stadt viele private Gärten und jeder Obstbaum, der dort wächst, zieht Insekten an und bietet ihnen Lebensraum“, erläutert der Bürgermeister die Idee. „Ein schöner Nebeneffekt ist natürlich das Obst aus dem eigenen Garten. Frischer und regionaler geht es nicht“, ergänzt er.

 

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben in den letzten Jahren einen starken Rückgang in der Insektenwelt beobachtet. „Eine große Artenfülle der Insekten ist für unsere Ökosysteme aber essenziell“, betont Klimaschutzmanager Dr. Fabian Humpert. „Ein Insektenschwund kann ganze Nahrungsketten in Gefahr bringen, zum Beispiel für Vögel, Frösche oder Fledermäuse. Auch ein großer Teil unserer Nutzpflanzen ist von bestäubenden Insekten abhängig. Wenn das Insektensterben zu immer größeren Ernteausfällen führt, werden wir irgendwann auf frisches Obst und Gemüse verzichten müssen“, macht er deutlich.

 

Wer Interesse an einem Obstgehölz für den eigenen Garten hat, findet HIER ein kurzes Teilnahme-Formular, das bis Mittwoch, 14. April, 22 Uhr,  ausgefüllt und abgesendet werden muss. Für die 50 Schnellsten wird ein Baum oder Strauch reserviert, es zählt das Eingangsdatum der Mail. Wann und wo die Gehölze am Donnerstag, 15. April, ab 17 Uhr abgeholt werden können, teilt die Stadtverwaltung per E-Mail mit. Aus Infektionsschutzgründen wird darum gebeten, den jeweils mitgeteilten Termin möglichst genau einzuhalten.

 

Bei der Ausgabe kann zwischen verschiedenen Obstsorten gewählt werden. „Wir werden versuchen, die Wünsche zu erfüllen. Garantieren können wir das aufgrund der begrenzten Anzahl aber natürlich nicht“, erläutert Klimaschutzmanager Dr. Fabian Humpert und betont: „Die Insekten freuen sich auf jeden Fall über jeden Obstbaum, ganz egal welche Sorte.“ Pro Haushalt wird maximal ein Obstbaum oder -strauch abgegeben.