Startschuss: Verl surft jetzt mit Lichtgeschwindigkeit


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Startschuss

Mehr als 1.000 Haushalte in Verl können jetzt deutlich schneller im Internet surfen. In nur sieben Monaten hat die Telekom das Glasfasernetz in der Kernstadt ausgebaut. Dabei wurden insgesamt knapp 120 Kilometer Glasfaserkabel bis zu den Häusern verlegt (FTTH, „Fibre To The Home“) und zehn neue Verteiler aufgestellt. Diese neue Infrastruktur erhöht die Datengeschwindigkeit jetzt noch einmal deutlich, sofern die Haushalte entsprechende neue Tarife buchen. Am Freitag auf dem Wochenmarkt gaben Vertreter der Stadt und der Telekom den symbolischen Startschuss zur Freischaltung des Glasfasernetzes.

 

Bisher wurden die Telefon- und Internetsignale auf dem letzten Stück zwischen dem Verteilerkasten auf der Straße und dem Wohnungsanschluss auf einer Kupfer-Leitung übertragen. Im Kupfer-Kabel nimmt die Geschwindigkeit bei Übertragungen aber Meter für Meter ab. Beim Ausbau in Verl wurde die Glasfaser-Leitung bis nach Hause verlegt und endet erst dort, wo sich die Telefonbuchse befindet. Die Technik wird als „Fibre to the Home“ (FTTH) bezeichnet – auf Deutsch: „Glasfaser bis nach Hause“. Kupferkabel gibt es in diesem Telefonnetz nicht mehr, die Signale werden optisch übertragen. Zunächst werden Geschwindigkeiten von bis zu 200 Megabit pro Sekunde beim Herunterladen und 100 Megabit pro Sekunde beim Heraufladen angeboten. In weiteren Schritten werden noch höhere Geschwindigkeiten möglich sein.

 

„Wir wissen alle, wie wichtig schnelles Internet heute im Alltag und vor allem im Beruf ist. Mit dem Glasfaserausbau im Kerngebiet haben wir einen weiteren großen Schritt gemacht, um die Internetversorgung in unserer Stadt noch attraktiver und zukunftssicherer zu machen“, freut sich Bürgermeister Michael Esken. Die Stadt Verl hat in den Ausbau rund eine Million Euro investiert.

 

„Verl ist jetzt eine der schnellsten Städte in ganz Deutschland“, sagt Vesta von Bossel, Vorstandsbeauftragte der Deutschen Telekom für den Breitbandausbau. „Eine Immobilie mit Glasfaser ist für die Zukunft bestens gerüstet. Sämtliche aktuelle und zukünftige Anwendungen können auf dem neuen Netz realisiert werden, das ist noch einmal ein Quantensprung für Verl“, so von Bossel weiter. Wer den Hausanschluss hat und nun von den schnelleren Datengeschwindigkeiten profitieren möchte, kann ab sofort die entsprechenden neuen Tarife buchen. Buchungsanfragen sind bei der Telekom, aber auch bei allen anderen Internet-Anbietern möglich (andere Anbieter müssen allerdings Leitungen bei der Telekom anmieten).

 

Mit diesem weiteren Ausbauschritt macht die Stadt Verl aber nicht Halt:  Klarer Auftrag der Politik ist es, den Breitbandausbau weiter voranzutreiben, schwerpunktmäßig in Gewerbegebieten und einzelnen Bereichen, die trotz der bisherigen Maßnahmen noch unterversorgt sind. Verl wird seine Vorreiterrolle also weiter ausbauen. Darüber hinaus versorgt die Deutsche Telekom in Eigeninitiative das restliche Ortsgebiet mit schnellen Vectoring-Anschlüssen (mit Geschwindigkeiten bis zu 100 Mbit/s) bis spätestens 2018.

 

Bildzeile:

Symbolischer Startschuss: (v.  li.) Beigeordneter Thorsten Herbst und Bürgermeister Michael Esken sowie Dr. Vesta von Bossel und Christoph Feldhaus (Deutsche Telekom).