Studium mit finanziellem Rückenwind der Stadt Verl


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Stipendiaten

Finanzieller Rückenwind, dazu Veranstaltungsangebote und ein Netzwerk mit vielen Kontaktmöglichkeiten: Diese Vorteile bietet das Stipendium des Studienfonds OWL mit der Stadt Verl als Partner. Vorteile, die die beiden aktuellen Stipendiaten Björn Stövesand und Patrick Hosemann (im Bild 2. und 3. von links) sehr zu schätzen wissen. Die monatliche Unterstützung in Höhe von 300 Euro helfe natürlich, während des Studiums finanziell besser über die Runden zu kommen, berichteten sie im Gespräch mit Bürgermeister Paul Hermreck (rechts) und Dirk Hildebrandt (links), Leiter des Fachbereichs Schule, Sport, Kultur. Genauso wichtig seien aber auch die Netzwerkkontakte: Dadurch öffneten sich Türen, die sonst wahrscheinlich verschlossen blieben, betonte Björn Stövesand.

 

Der 24-jährige Verler studiert an der Universität Bielefeld Germanistik und Geschichtswissenschaft, Ende 2013 hat er seinen Bachelor-Abschluss gemacht. Von seinem ursprünglichen Berufswunsch Lehrer ist er inzwischen abgerückt. „Jetzt denke ich eher daran, zu promovieren oder in den Bereich Journalismus/Unternehmenskommunikation zu gehen“, erzählte Björn Stövesand. Obwohl er als studentische Hilfskraft an der Uni tätig ist, sei die finanzielle Hilfe durch das Stipendium sehr hilfreich. „Die Verträge für studentische Hilfskräfte werden immer nur für drei Monate vergeben“, berichtete er, deshalb sei langfristiges Planen schwierig. Und die Semesterferien seien keineswegs freie Zeit, in der man jobben könne, sondern erforderten oft noch intensiveres Arbeiten für das Studium als während des Semesters.

 

Das bestätigte auch Patrick Hosemann. Gerade in der vorlesungsfreien Zeit seien oft Prüfungen zu absolvieren, so dass vielleicht gerade einmal zwei Wochen zum Jobben blieben. Der Elektrotechnikstudent der Universität Paderborn sieht aber genauso wie Björn Stövesand einen ebenso wichtigen Aspekt in den Kontakten zu möglichen späteren Arbeitgebern, die sich durch das Stipendium ergeben.

 

Die Stipendien des Studienfonds OWL betragen 3.600 Euro pro Stipendiat und Jahr, die als monatliche Unterstützung in Höhe von 300 Euro ausgezahlt werden – unabhängig von Einkommen und Bafög. Die Hälfte des Betrags wird durch öffentliche Zuschüsse aus dem Deutschlandstipendien-Programm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finanziert, die andere Hälfte übernimmt der Förderer, in diesem Fall die Stadt Verl. Darüber hinaus kommen die Stipendiaten in den Genuss einer ideellen Förderung in Form von Unternehmensführungen, Workshops, Vorträgen, Messebesuchen, kulturellen Veranstaltungen und einem großen Netzwerk zwischen Förderern und Geförderten. 

Denn hinter dem Studienfonds OWL steckt auch die Idee, durch die Zusammenarbeit mit den Förderern ein Netzwerk entstehen zu lassen, über das Stipendiaten und Unternehmen möglichst frühzeitig zueinander finden. „Dadurch können die Stipendiaten nach Abschluss ihres Studiums leichter beruflich Fuß fassen und wir gewinnen ebenso engagierte wie talentierte Nachwuchskräfte für die Region“, sagt Bürgermeister Paul Hermreck.  So sei das Stipendium auch ein Teil Wirtschaftsförderung.

 

Momentan läuft das Auswahlverfahren für die nächsten beiden Stipendien in der Kooperation Studienfonds OWL/Stadt Verl.