Verl beim ADFC-Fahrradklima-Test kreisweit auf dem 2. Platz


Stadt Verl

Fahrradfahren ist gut fürs Klima, keine Frage. Aber wie gut ist das Klima in einer Stadt für den Radverkehr? Also welche Bedingungen finden Radlerinnen und Radler vor, um gut und sicher ans Ziel zu kommen? Der seit 2004 alle zwei Jahre mit Unterstützung des Bundesverkehrsministeriums stattfindende ADFC-Fahrradklima-Test ist weltweit eine der größten Befragungen zur Zufriedenheit von Radfahrerinnen und Radfahrern. Die Stadt Verl war jetzt zum vierten Mal dabei und konnte sich im Vergleich zu den Vorjahren leicht verbessern. Im Kreis Gütersloh erreichte Verl sogar den zweiten Platz.

 

Je nach Größe der Kommune mussten sich mindestens 50 bzw. 75 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Befragung beteiligen. Das schafften im Kreis zwölf der insgesamt 13 Kommunen. In Verl nahmen 105 Radfahrerinnen und Radfahrer teil und beantworteten die knapp 30 Fragen zum Fahrradklima vor Ort. So beurteilten sie zum Beispiel, ob sie sich sicher fühlen, wenn sie im Stadtgebiet mit dem Fahrrad unterwegs sind, oder ob genug gegen das Parken auf Radwegen und Radfahrstreifen unternommen wird.

 

Am Ende stand für die Stadt Verl die Schulnote 3,5. Zum Vergleich: 2018 und 2016 hatte Verl mit 3,7 noch etwas weniger gut abgeschnitten, 2014 lautete die Note nur 3,9. Diesmal wurden von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern unter anderem der Winterdienst sowie die Reinigung der Radwege als positiv hervorgehoben. Bemängelt wurden dagegen das Fehlen öffentlicher Leihräder oder die Bedingungen für die Fahrradmitnahme im Nahverkehr.

 

„Wir freuen uns über den zweiten Platz im Kreis Gütersloh. Mit einer Bewertung von 3,5 gibt es aber noch viel Luft nach oben“, sagt der Verler Mobilitätsmanager Lauritz Kanne. Die erhobenen Daten aus dem Fahrradklima-Test fließen auch in das aktuell zu erstellende integrierte Mobilitätskonzept der Stadt Verl ein, das in den nächsten Jahren wegweisend für alle Entscheidungen in Sachen Verkehr sein und in dem die Förderung des Radverkehrs eine verstärkte Rolle spielen wird. „Auch die Umsetzung eines Leihrad-Systems in Kooperation mit dem Kreis Gütersloh wird aktuell geprüft“, erklärt Lauritz Kanne.

 

Die Bestandsaufnahme für das Mobilitätskonzept soll den Bürgerinnen und Bürgern demnächst in einer Auftaktveranstaltung vorgestellt werden. Anschließend wird eine mittel- bis langfristige Strategie für einen klimafreundlichen und stadtverträglichen gesamtstädtischen Verkehr erarbeitet.