Verler Unternehmen geben Standort die Note 1,8


Allgemein
Ergebnisse

Die Unternehmen in Verl sind mit ihrem Standort sehr zufrieden und bewerten ihn mit einer Gesamtnote von 1,8. Zu diesem Ergebnis kommt die gemeinsame Umfrage der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK), der Stadt Verl und des Unternehmerverbands des Kreises Gütersloh. Erhoben wurden die Daten im Mai und Juni dieses Jahres vom EWAS-Institut aus Hannover.  

 

Gefragt wurde, welche Standortfaktoren den Unternehmen wichtig und wie zufrieden sie mit dem Wirtschaftsstandort Verl sind. In sechs Themenfeldern – Infrastruktur, Kosten, Marktpotenzial/Netzwerke, Fachkräfte/Bildung, Attraktivität ihrer Stadt, Verwaltung – wurden die Unternehmen zu 41 Standortfaktoren befragt. 156 Betriebe haben sich beteiligt. Das entspricht einer überdurchschnittlich hohen Rücklaufquote von zirka 26 Prozent.  

 

„Wer wissen will, wie erfolgreiche kommunale Wirtschaftspolitik funktioniert, der muss nur nach Verl schauen. Die Wirtschaft ist enorm gewachsen. Allein die sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze nahmen von 2008 bis 2015 um 35 Prozent zu“, lobt IHK-Geschäftsführer Dr. Christoph von der Heiden. Der Wirtschaftsstandort Verl punktet laut Umfrage zum einen mit der Erreichbarkeit über die Straße und zum anderen mit zwei Aspekten, die die Kommune selbst direkt beeinflussen kann. So werden sowohl die Service- und Beratungsqualität der Stadtverwaltung besonders gelobt als auch der Gewerbehebesteuersatz, der mit 340 Punkten der niedrigste aller ostwestfälischen Kommunen ist. Landesweit liegen lediglich Straelen (Kreis Kleve) mit 335 und Monheim (Kreis Mettmann) mit 265 Punkten unter dem Gewerbesteuerhebesatz Verls.  

 

„Das Preis-Leistungs-Verhältnis des Produktes Verl passt und zudem wird noch guter Service rund um das Produkt geboten“, fasst Bürgermeister Michael Esken das Ergebnis zusammen. 97 Prozent der Umfrageteilnehmer würden sich wieder für Verl als Standort entscheiden.  

 

„Begünstigt durch die Nähe zu Gütersloh hat die Kommunalpolitik die Gelegenheiten genutzt und über Jahrzehnte wachsenden Unternehmen ausreichend Gewerbeflächen zur Verfügung gestellt“, nennt der Geschäftsführer des Unternehmerverbands Gütersloh, Burkhard Marcinkowski, einen weiteren Standortvorteil.  

 

Viele Verler Unternehmen planen, auch in Zukunft zu investieren und zu wachsen. So würden weitere Arbeitsplätze geschaffen. Dafür seien allerdings ausreichend Flächen notwendig. Die Kommunalpolitik stehe vor der Herausforderung, trotz einer restriktiver gewordenen Landesplanung und dem Konflikt zwischen landwirtschaftlicher und gewerblicher Nutzung von Flächen, auch weiter genügend Grund und Boden für die Unternehmen zur Verfügung zu stellen. Handlungsbedarf sehen die Unternehmen ebenfalls bei der Verfügbarkeit von qualifizierten Fachkräften, der Ausbildungsreife, der medizinischen Versorgung und vor allem bei der flächendeckenden Breitbandversorgung.

 

Bildzeile:

Präsentieren die Umfrageergebnisse: (v. l.) Burkhard Marcinkowski (Geschäftsführer des Unternehmerverbands Gütersloh), Bürgermeister Michael Esken, Dr. Christoph von der Heiden (IHK-Geschäftsführer) und Ute Niermann (EWAS-Institut).