Vorfahrtsregeln in verkehrsberuhigten Bereichen


Allgemein
Spielstra??e

Welche Vorfahrtsregeln gelten eigentlich in verkehrsberuhigten Bereichen („Spielstraßen“) und in Tempo 30-Zonen? In dieser Frage sind sich viele Verkehrsteilnehmer unsicher, wie die zahlreichen  Anfragen an den Fachbereich Sicherheit/Ordnung der Stadt Verl zeigen. Die Verwaltung hat deshalb noch einmal die wichtigsten Regeln zusammengestellt. 

 

Nach Paragraf 10 S. 1 der Straßenverkehrsordnung (StVO) hat sich, wer aus einem Grundstück, aus einer Fußgängerzone (Zeichen 242.1 und 242.2), aus einem verkehrsberuhigten Bereich (Zeichen 325.1 und 325.2) auf die Straße oder von anderen Straßenteilen oder über einen abgesenkten Bordstein hinweg auf die Fahrbahn einfahren oder vom Fahrbahnrand anfahren will, dabei so zu verhalten, dass eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist. Erforderlichenfalls muss man sich einweisen lassen.

 

Grundsätzlich ist man also als Verkehrsteilnehmer untergeordnet, wenn man einen verkehrsberuhigten Bereich verlässt. Das entsprechende Schild, Zeichen 325 der StVO, muss dabei nicht direkt im Kreuzungs- oder Einmündungsbereich stehen, sondern kann bis zu 30 Meter davon abgesetzt sein.

 

Ein solcher Fall ist in Verl zum Beispiel an der Wilhelm-Busch-Straße gegeben. Das dortige Z 325 ist zirka 15 Meter von der Fahrbahn der Lindenstraße abgerückt, trotzdem haben die Verkehrsteilnehmer auf der Lindenstraße Vorfahrt gegenüber den aus der Wilhelm-Busch-Straße ausfahrenden Fahrzeugen. Nach der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrs-Ordnung (VwV-StVO) ist es auch nicht erforderlich, die andere Straße – in diesem Fall die Lindenstraße – mit einer Vorfahrtsbeschilderung zu versehen; zur Klarstellung kann dies allerdings trotzdem erfolgen.

 

Diese Unterordnung einer Spielstraße gilt allerdings nicht mehr, wenn der verkehrsberuhigte Bereich in eine Tempo 30-Zone übergeht, da in dieser wiederum die allgemeine Vorfahrtsregel „rechts vor links“ des § 8 StVO anzuwenden ist. Solche Konstellationen gibt es in Verl zum Beispiel an den Einmündungen Eiserstraße/Platinstraße und Teutoburger Straße/Schwalbenweg (nördliche Aufmündung). Dort steht hinter bzw. auf gleicher Höhe mit dem Z 325.2 (Ende eines verkehrsberuhigten Bereichs) das Z 274.1 (Beginn einer Tempo 30-Zone), so dass man sich beim Einbiegen auf die durchgehende Straße bereits innerhalb der Tempo 30-Zone befindet. Verkehrsteilnehmer, die die Eiserstraße bzw. die Teutoburger Straße befahren, müssen daher den von rechts aus der Platinstraße bzw. dem Schwalbenweg einfahrenden Fahrzeugen die Vorfahrt gewähren.

 

Auch in Tempo 30-Zonen muss man allerdings wieder darauf achten, dass keine Ausnahmevorschrift wie zum Beispiel das Einfahren über einen abgesenkten Bordstein hinweg vorliegt.

 




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Andrea Majhenic
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