Zahl der positiven Tests in der übrigen Bevölkerung steigt an


Coronavirus

In den vergangenen sieben Tagen (20. bis 26. Juni) sind nach Angaben des Kreises 75 Coronainfektionen in der übrigen Bevölkerung bekannt geworden, also bei Personen, die keinen direkten Bezug zu der Firma Tönnies haben. Das sind 28 mehr als am Vortag berichtet. Von den Tests, die im Diagnosezentrum der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe am Carl-Miele-Berufskolleg, gemacht worden sind, sind 3.588 Befunde zurück, davon waren 12 positiv. Kurzbewertung: Die Zahl der positiven Tests in der übrigen Bevölkerung steigt merklich an, aber die Mehr­zahl der betroffenen Personen ist offenbar asymptomatisch. Zurzeit ist der Anstieg vermutlich durch die starke Ausweitung der Testung von asymptomatischen Personen bedingt, also den Testungen in den sechs Diagnosezentren. Ein gutes Zeichen: Es ist kein Anstieg der Erkrankten zu verzeichnen.

 

Zum Stand 27. Juni, 0 Uhr, waren im Kreis Gütersloh 2.203 laborbestätigte Coronainfektionen erfasst und damit 43 mehr als am Vortag. Dies sind kumulierte Zahlen seit Anbeginn der Pandemie. 748 Personen (Vortag: 741) gelten als genesen. Von den 1.434 akut Infizierten (Vortag: 1.398) befinden sich 1.405 in häuslicher Quarantäne. Laut Auskunft der vier Krankenhäuser werden derzeit 29 Patienten (Vortag: 30) stationär behandelt. 5 Personen müssen weiterhin intensivpflegerisch versorgt und 2 Personen beatmet werden. Die Zahl der Menschen im Kreis, die im Zusammenhang mit Covid-19 verstorben sind, liegt unverändert bei 21.

 

In Verl ist die Zahl der laborbestätigten Infektionen auf 115 gestiegen, am Vortag waren 112 Infektionen erfasst. 39 Personen gelten als genesen, so dass aktuell 76 Personen akut infiziert sind. Die Zahlen für die weiteren Kommunen: Borgholzhausen 29 (28), Gütersloh 578 (568), Halle 53 (52), Harsewinkel 106 (105), Herzebrock-Clarholz 107 (106), Langenberg 72 (70), Rheda-Wiedenbrück 843 (822), Rietberg 132 (132), Schloß Holte-Stukenbrock 38 (38), Steinhagen 63 (62), Versmold 44 (44) und Werther 22 (21).

 

Die Testungen sind derweil in völlig neue Dimensionen vorgedrungen: Vier Diagnosezentren Kreis (Bundeswehr), zwei Diagnosezentren KVWL, Tests durch niedergelassene Ärzte, Testungen durch mobile Teams in den Wohnungen der Tönnies-Mitarbeiter, vom Krisenstab veranlasste Testungen in weiteren Firmen vor allem der Lebensmittelbranche, Testungen der Belegschaft veranlasst durch Unternehmen, Testungen des Personals in den Krankenhäusern, vom Land NRW verordnete Eigentestungen des Personals in Alten- und Pflegeeinrichtungen – die Liste ist wahrscheinlich nicht mehr vollständig. Wegen dieser vielen Testläufe, die sich kaum qualitätsgesichert abbilden lassen, verzichtet der Krisenstab künftig auf die tägliche Einzeldarstellungen unterschiedlicher Testläufe.

 

(Quelle: Kreis Gütersloh)