Zur Verlegung der Stolpersteine sind alle Interessierten willkommen


Allgemein
Siebenarmiger Leuchter

Vor den Häusern Schmalenstroer (Hauptstraße 33) und Dolleschell (Sender Straße 1)  werden am Montag, 23. April,um 10  Uhr „Stolpersteine“ verlegt. Die Bodendenkmäler sollen an das Schicksal der einstmals in Verl lebenden jüdischen Familie Hope erinnern. Zu der Verlegung der Steine sind alle Interessierten willkommen.

Im Januar 2011 hat eine Schülergruppe aus den zehnten Klassen der Hauptschule Verl eine Schule im englischen Loughborough besucht und gemeinsam mit dortigen Schülern an einer Gedenkfeier für die Opfer des Holocaust teilgenommen. Ausgesprochen wurde diese Einladung von Antony Gimpel, einem Mitglied der jüdischen Familie Hope, und der Loughborough Grammar School.

Die Feier und das Zusammentreffen mit Überlebenden des Holocaust war ein beeindruckendes und nachhaltiges Erlebnis für alle Beteiligten, insbesondere aber für die Schüler aus Verl.  So entwickelte sich die Idee, an dem Thema weiterzuarbeiten und die Erinnerung an die Geschehnisse während des Nationalsozialismus durch die Verlegung von Stolpersteinen in Verl wach zu halten.

Die Stolpersteine sind ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig. Er erinnert an die Opfer der NS-Zeit, indem er vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort Gedenktafeln aus Messing ins Trottoir einlässt. Inzwischen liegen mehr als 32.000 Stolpersteine in über 700 Orten in Deutschland und mehreren Ländern Europas. Die Stolpersteine werden über Patenschaften finanziert.

Die ursprünglich von der Hauptschule geplante Aktion fand auch an den anderen beiden weiterführenden Schulen großes Interesse, so dass nun ein gemeinsames Projekt daraus werden kann, bei dem insgesamt 5 Stolpersteine verlegt werden sollen.

Die Inschriften sollen wie folgt lauten:

Hauptstraße 33 :                                       

HIER WOHNTE

LAURA HOPE

GEB. SCHILD

JG. 1866

DEPORTIERT 29.7.1942

THERESIENSTADT

ERMORDET 20.8.1942

 

 

HIER WOHNTE

ANNA WICHELHAUSEN          

GEB. HOPE

JG. 1892

DEPORTIERT 8.7.1942

ERMORDET IN

AUSCHWITZ

 

 

HIER WOHNTE

AUGUSTE ALTMANN

GEB. HOPE

JG. 1899

26.11.1942 BERLIN

FLUCHT IN DEN TOD

 

Sender Straße 1:

HIER WOHNTE

OTTO HOPE    

JG. 1894

DEPORTIERT 29.7.1942

THERESIENSTADT

1943 AUSCHWITZ

ERMORDET

 

HIER WOHNTE

DR. RICHARD MAX HOPE      

JG. 1899

DEPORTIERT 1941

MINSK

SCHICKSAL UNBEKANNT