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Stadt Verl will Flüchtlinge aus Moria aufnehmen


Stadt Verl

In die Diskussion um die Aufnahme von Flüchtlingen von den griechischen Inseln ist offenbar Bewegung gekommen: Nach Medienberichten haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und Innenminister Horst Seehofer am 15. September darauf verständigt, rund 1.500 der Migranten in Deutschland aufzunehmen. Einige von ihnen könnten in Verl Aufnahme finden. Denn in einem Schreiben an Merkel und Seehofer sowie NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und Landesminister Joachim Stamp hatte die Verwaltungsspitze bereits in der vergangenen Woche die Bereitschaft der Stadt erklärt, Menschen aus dem von einem Feuer zerstörten Flüchtlingslager Moria in Verl unterzubringen.

 

Da sich die Aufnahme durch die Bundesrepublik zu diesem Zeitpunkt noch nicht abzeichnete, verbanden Bürgermeister Michael Esken und Erster Beigeordneter Heribert Schönauer ihr Schreiben mit einem dringenden Appell an die Bundesregierung, ein deutliches Signal für eine schnelle humanitäre Hilfe zu setzen. „Ein weiteres Warten auf eine gesamteuropäische Lösung ist für unsere Gesellschaft nicht mehr verantwortbar“, heißt es in dem Schreiben. Europaweit, aber ganz besonders in Deutschland seien viele Kommunen bereit, die Menschen aus dem Lagern an den europäischen Außengrenzen aufzunehmen. „Dies muss uns Kommunen und damit auch der Stadt Verl umgehend ermöglicht werden.“

 

Schon vor Monaten habe die Stadt ihre Bereitschaft erklärt, Jugendliche und Kinder aus den Flüchtlingslagern aufzunehmen. „Wir sind sehr betroffen darüber, dass es der Weltgemeinschaft und der Europäischen Union trotz vielfacher Vorzeichen nicht gelungen ist, diese Eskalation in Moria zu verhindern“, schreiben Bürgermeister und Erster Beigeordneter. Die Stadt Verl mit Rat, Verwaltung und einer sozial engagierten Bürgerschaft wolle mit der Aufnahme von geflüchteten Menschen einen humanitären Beitrag leisten.