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Verler Literaturtage vom 8. bis 15. November


Stadt Verl

Autorinnen und Autoren live zu erleben ist für Literaturfreunde immer ein besonderes Erlebnis. Deshalb heißt es vom 8. bis 15. November in Verl wieder „Literatur live“. Bei den 5. Verler Literaturtagen dürfen sich die Besucherinnen und Besucher auf spannende Themen und beste Unterhaltung freuen, wenn unter anderem Sprach-Akrobat Marcus Jeroch, Couchsurfer Stephan Orth, Podcaster Philipp Fleiter und Beststeller-Autorin Anne Gesthuysen zu Gast sind.

 

Die Programmpunkte waren zum größten Teil bereits im vergangenen Jahr geplant, mussten aber coronabedingt abgesagt bzw. verschoben werden. Umso mehr freut sich das Organisationsteam, dass die Literaturtage in diesem Jahr nach aktuellem Stand wieder stattfinden können, wenn auch noch nicht an den sonst üblichen ungewöhnlichen Leseorten, die zwar viel Charme haben, aber in der Regel keinen Platz für Abstandsregeln bieten. Deshalb wurde das Schulzentrum als Veranstaltungsort gewählt. „Dank des Impffortschritts ist das persönliche Erleben von Kultur nun endlich wieder möglich. Wir hoffen alle, dass dies so bleibt, und wünschen allen Besucherinnen und Besuchern anregende und bereichernde Abende während unserer Veranstaltungsreihe“, sagt Bürgermeister Michael Esken.

 

Den Auftakt übernimmt Marcus Jeroch und serviert einen skurril-fantastischen Mix aus Wort und Jonglage. Couchsurfer Stephan Orth nimmt sein Publikum mit auf eine Reise durch Saudi-Arabien. Ein beeindruckendes Stück Zeitgeschichte ist Sandra Lüpkes vielschichtiger und bewegender Roman über „Die Schule am Meer“, ein ganzheitlich orientiertes und als Internat geführtes reformpädagogisches Landerziehunhsheim auf der Nordseeinsel Juist. 1925 gegründet, erarbeitet sich die Schule rasch einen überregionalen Ruf. Doch als sich die politische Lage im gesamten Land zuspitzt, droht alles, was die Gemeinschaft sich mühsam aufgebaut hat, auseinander zu brechen.

 

Das Badezimmer ist wieder begehbar, die Klamottenberge sind verschwunden, kein nerviges Gezanke mehr. Die Kinder sind aus dem Haus! Eigentlich sollten die Korken knallen. Doch statt auf den Tischen zu tanzen, singen viele Paare erst einmal den Elternblues. Mit „Leeres Nest, volle Panik – Wie wir als Eltern den Auszug unserer Kinder überleben“ hat Michael Frey Dodillet ein unterhaltsames Mutmachbuch geschrieben. Live mit ihrem Lieblingsdetektiv auf Spurensuche gehen können alle Wilsberg-Fans, wenn Jürgen Kehrer aus „Wilsberg – Sag niemals Nein“ liest. Wieder ist es ein Fall, der Wilsberg wenig Geld einbringt, dafür aber schwer zu schaffen macht.

 

Um echte Verbrechen geht es bei Philipp Fleiter, Erfinder, Autor und Stimme von „Verbrechen von nebenan“, einem der erfolgreichsten Podcasts Deutschlands. Brigitte Glaser taucht in „Rheinblick“ in das politische Bonn der 70er Jahre und damit in die Willy-Brandt-Ära ein. In dem Polit-Thriller um Machtspiele, Verrat und Erpressung erzählt sie mitreißend von zwei Frauen im Schatten der Macht und von zwei Wochen, in denen Sieg und Niederlage so nahe beieinander liegen wie nie zuvor.

 

Zum Abschluss der Literaturtage ist auf vielfachen Wunsch noch einmal Bestseller-Autorin Anne Gesthuysen zu Gast und stellt sie ihren erst wenige Tage zuvor erscheinenden Roman „Wir sind schließlich wer“ vor. Darin erzählt sie mit viel Witz, großer Herzenswärme und Feingefühl von einer Familie, die sich erst verlieren muss, um sich zu finden.

 

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