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Zigarettenkippen belasten Umwelt lange Zeit


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Nichts wird so oft achtlos weggeworfen wie Zigarettenkippen. Sie sind zwar klein, aber keineswegs harmlos: Giftstoffe und Kunststoffe belasten die Umwelt und verschandeln das Ortsbild. Vor allem für Kleinkinder stellen die Zigarettenstummel eine nicht zu unterschätzende Gefahr dar. Schon eine verschluckte Kippe kann bei ihnen Symptome einer Tabakvergiftung hervorrufen.

 

Es braucht durchschnittlich fünf bis zwölf Jahre, bis alle Stoffe eines Zigarettenstummels verrottet sind. Dabei werden Dutzende von Giftstoffen, wie zum Beispiel Teer, Nikotin, Benzol, Formaldehyd, Arsen usw. freigesetzt. Die Filter in den Zigarettenstummeln bestehen aus Kunststoff und sind kaum biologisch abbaubar, tragen also zur Umweltverschmutzung mit Plastik und Mikroplastik bei. Das Aufsammeln der Kippen verursacht einen nicht unerheblichen Zeit- und Arbeitsaufwand. Dies führt zu Kosten, die von der Allgemeinheit zu tragen sind.

 

Überall dort, wo sie nicht regelmäßig entfernt werden, sammeln sich Zigarettenkippen schnell in größeren Mengen an. Besonders kritisch wird es, wenn die Stummel in Gewässer gelangen: Jede Zigarettenkippe im Gewässer verschmutzt durch schädliche Nikotinkonzentrationen potentiell einen Kubikmeter Wasser und hat unmittelbare Auswirkungen auf die hier lebenden Organismen. Deshalb stellt das achtlose Wegschnippen der Zigarettenstummel mitnichten ein „Kavaliersdelikt“ dar, sondern kann als Ordnungswidrigkeit auch bußgeldlich geahndet werden. Die Stadtverwaltung appelliert an alle Bürgerinnen und Bürger, Zigarettenkippen ordnungsgemäß zu entsorgen.