Erarbeitung des Integrierten Mobilitätskonzeptes (IMOK) der Stadt Verl

Wie soll die Verkehrsplanung der Stadt Verl für die Zukunft aussehen? Wie lassen sich die verschiedenen Verkehrsarten noch besser miteinander verzahnen? Welche Verkehrsmittel sollen künftig besonders gefördert werden? Und wie kann der Verkehr zum Klimaschutz beitragen? Antworten auf diese und viele weitere Fragen soll ein Integriertes Mobilitätskonzept geben. Bei der Erstellung setzt die Stadt auch auf die Meinung und Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger. Im Herbst 2020 wurden eine Online-Befragung, an der alle Interessierten teilnehmen konnten, und eine Haushalts-Befragung durchgeführt.

 

Das Integrierte Mobilitätskonzept soll in den nächsten Jahren wegweisend für alle Entscheidungen in Sachen Verkehr sein und den Verkehrsentwicklungsplan aus dem Jahr 2008 ersetzen, da dieser den aktuellen Ansprüchen an eine sich stetig wandelnde Stadt- und Verkehrsinfrastruktur nicht mehr entspricht. Für ein effektives Handeln müssen zunächst Daten gesammelt und vorhandene Defizite der verschiedenen Verkehrsmittel ermittelt werden. Anschließend wird eine mittel- bis langfristige Strategie für die klimafreundliche und stadtverträgliche Abwicklung des gesamtstädtischen Verkehrs erarbeitet. Ziel des Mobilitätskonzeptes ist die Berücksichtigung aller Verkehre.

 

Parallel wird ein makroskopisches Verkehrssimulationsmodell erstellt, das eine wichtige Datengrundlage für die im Konzept zu erarbeitenden Handlungsfelder und Maßnahmen darstellt. Das im Jahr 2022 fertigzustellende Konzept soll eine klare Zielsetzung mit unterschiedlichen Handlungsfeldern und Maßnahmen für die künftige Verkehrsentwicklung Verls enthalten.

 

Im vergangenen halben Jahr hat das beauftragte Büro Stadtverkehr eine umfangreiche Bestandsaufnahme durchgeführt. Die Ergebnisse von Online-Beteiligung, Haushaltsbefragung und Verkehrszählung sind ausgewertet und wurden im Ausschuss für Mobilität und Verkehr am 09.03.2021 vorgestellt. Die Präsentation zur durchgeführten Bestandsaufnahme finden Siehier.

 

Nach der Bestandsaufnahme, bei der die Bürgerinnen und Bürger bereits beteiligt worden sind, ist im nächsten Schritt eine weitere Bürgerbeteiligung zur Vorstellung der Ergebnisse und zum weiteren Vorgehen vorgesehen. Diese soll voraussichtlich nach den Osterferien in der zweiten Aprilhälfte durchgeführt werden. In den weiteren Planungsprozess werden die Bürgerinnen und Bürger sowie alle relevanten Gruppen und Akteure umfassend einbezogen, um mit ihnen gemeinsam zu diskutieren und Inhalte zu gestalten.

Verkehrsmittelwahl im Vergleich - 2008 und 2020

Die Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Verl nutzen im Jahr 2020 im Durchschnitt zu 66 % die Verkehrsmittel des motorisierten Individualverkehrs (Auto als Fahrer/Mitfahrer, Krad/Motorrad) und zu 34 % die Verkehrsmittel des Umweltverbundes, wovon 4 % auf den ÖPNV, 10 % auf den Fußverkehr und 20 % auf den Radverkehr entfallen.


Zwischen 2008 und 2020 ist der Radverkehrsanteil um 10 Prozentpunkte gestiegen, gleichzeitig ist der Fußverkehrsanteil um 7 Prozentpunkte gesunken. Der MIV-Anteil hat sich kaum verändert, zwischen 2008 und 2020 hat eine Abnahme um 1 Prozentpunkt stattgefunden. Der ÖPNV-Anteil ist von 6 % (2008) auf 4 % (2020) gesunken.
 

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