Ihr Kontakt
Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) stammt ursprünglich aus Südostasien und hat sich inzwischen auch in Deutschland etabliert. Sie ist etwas kleiner als die heimische Europäische Hornisse. Auffällig sind ihr überwiegend dunkler Körper, der gelb-orange Hinterleib und die deutlich gelben Füße. Während die heimische Hornisse auch nachts an Lichtquellen zu beobachten ist, ist die Asiatische Hornisse ausschließlich am Tag aktiv.
Im Frühjahr beginnen die überwinternden Jungköniginnen mit dem Nestbau. Zunächst entstehen kleine Gründungs- und Primärnester. Im Laufe des Sommers ziehen viele Völker in größere Sekundärnester um. Diese befinden sich häufig hoch oben in Baumkronen und können mehrere Tausend Tiere beherbergen. Im Herbst entstehen neue Jungköniginnen, die anschließend überwintern und im folgenden Frühjahr neue Völker gründen können.
Menschen gegenüber ist die Asiatische Hornisse grundsätzlich nicht aggressiver als die heimische Europäische Hornisse. Dennoch sollte zu ihren Nestern ausreichend Abstand gehalten werden, da die Tiere ihr Nest bei einer Störung verteidigen können.
Problematisch ist die Asiatische Hornisse insbesondere für Honigbienen und andere heimische Insekten. Honigbienen können einen erheblichen Anteil ihrer Beute ausmachen. Die Jagd direkt vor Bienenstöcken kann die Aktivität der Honigbienen beeinträchtigen und damit eine zusätzliche Belastung für die Imkerei darstellen.
Darüber hinaus erbeutet die Asiatische Hornisse zahlreiche weitere heimische Insekten. Ihre Ausbreitung kann daher auch Auswirkungen auf die heimische Insektenwelt und die Artenvielfalt haben.
Bekämpfung und Kostenübernahme
Bei Sichtungen melden Sie sich bitte über das folgende Formular bei der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises Gütersloh: Hornissenmelder
Die Bekämpfung der Asiatischen Hornisse sollte ausschließlich durch geschulte Fachleute erfolgen. Damit sich die Art möglichst nicht weiter im Stadtgebiet ausbreitet, übernimmt die Stadt Verl die Kosten für eine fachgerechte Bekämpfung. Voraussetzung für die Kostenübernahme ist, dass es sich nachgewiesen um die Asiatische Hornisse handelt und die entsprechende Rechnung bei der Stadt Verl (Christina Krengel, s. Kontakt) eingereicht wird.
Von der Verwendung von Lockfallen wird abgeraten. Sie fangen nicht gezielt ausschließlich Asiatische Hornissen, sondern können auch andere, teilweise geschützte Insekten anlocken und gefährden.
(Quellen: Umweltbundesamt, NABU)