Verler Literaturtage

Spannende literarische Perspektiven eröffnen stets im November die Verler Literaturtage. Obwohl erst 2016 ins Leben gerufen, hat sich die Reihe bereits als feste Größe im städtischen Kulturkalender etabliert. Namhafte Autorinnen und Autoren stellen ihre Werke vor und kommen mit ihrem Publikum ins Gespräch – oft an ungewöhnlichen Lese-Orten, passend zum Inhalt des Buches ausgewählt und mit besonderer Atmosphäre.  

 

Die 6. Verler Literaturtage finden vom 7. bis 14. November 2022 statt.

 

Veranstalter sind die Stadt Verl, die Gleichstellungsstelle der Stadt Verl, die Bibliothek Verl und die Buchhandlung Pegasus in Kooperation mit dem Droste-Haus.

Das Programm 2022

Zum Auftakt ist das Hohenloher Figurentheater mit „Varieté Olymp – Die Trauer hinter der Maske“ zu Gast. In der Inszenierung mit Schauspiel und großen Marionetten erwartet das Publikum eine wunderbare Mischung aus Magie, Akrobatik, Feuershow und Clownerie, eingebunden in eine Liebesgeschichte, die zugleich Drama und Krimi ist.

 

20 Jahre sind seit den tragischen Ereignissen um Martha Lecoeuer, Star des Varietés Olymp, ihren wechselnden Liaisons und dem mutmaßlichen Mord an ihrer Tochter vergangen. Heute stehen die Künstler von einst für einen Neubeginn wieder gemeinsam auf der Bühne: der Clown, der Magier, die Sängerin. Doch die Vergangenheit hat bei jedem von ihnen ihre düsteren Spuren hinterlassen. Und während die Zuschauerinnen und Zuschauer das Unterhaltungsprogramm genießen, spitzt sich die Lage hinter den Kulissen zu.

 

Das liebevoll inszenierte Stück setzt auf feinen Humor und eine spannende Geschichte, auf Bilder und Szenen voller Poesie. Conférencier Anton Zwetschge führt durch ein Programm, das mit einem Fakir und einem Feuerschlucker aufwartet, mit einer Kunstreiterin und einem traurigen Clown, einer Rollschuhartistin und einer begnadeten Sängerin, einer schwungvollen Nummer am Trapez und einem magischen Finale, das eine neue Wendung in den rätselhaften Fall von einst bringt.

 

Das Hohenloher Figurentheater ist eines der traditionsreichsten Figurentheater im deutschsprachigen Raum. Seit vielen Jahren präsentieren Johanna und Harald Sperlich unterschiedlichste Produktionen für Kinder und Erwachsene. Ihre Inszenierungen zeichnen sich dadurch aus, dass jedes noch so kleine Detail höchste Aufmerksamkeit und Sorgfalt in der Umsetzung erfährt: sei es bei den ausdrucksstarken, sehr fein geschnitzten Figuren renommierter Puppengestalter, den Kostümen, der Bühnenausstattung oder der Lichtregie. Mit flinken Händen und einer Vielzahl unterschiedlicher Stimmen erwecken Johanna und Harald Sperlich ihre Figuren zum Leben und schaffen kunstvolle Aufführungen von großer Intensität.

 

Termin: Montag, 7. November 2022, 19.30 Uhr
Ort: Pädagogisches Zentrum der Gesamtschule Verl (St.-Anna-Straße 28)
Eintritt: 12 €

 

Für den Besuch der Veranstaltung ist eine vorherige verbindliche Kartenreservierung im Bürgerservice Verl unter Tel. (05246) 961-196 oder per Mail an buergerservice@​verl.de erforderlich. Bei der Reservierung müssen die eigenen Kontaktdaten, die Zahl der gewünschten Karten und die Kontaktdaten möglicher Begleitpersonen angegeben werden. Abgeholt und bezahlt werden die Karten am Veranstaltungsabend. Werden Plätze reserviert und ohne Stornierung bis spätestens eine Woche vor der Veranstaltung nicht eingelöst, wird der Eintrittspreis trotzdem erhoben.

Peter Prange ist der große Erzähler der deutschen Geschichte. Mit Bestsellern wie „Unsere wunderbaren Jahre“ oder „Das Bernstein-Amulett“ hat er sich in die Herzen von Millionen Leserinnen und Lesern geschrieben. In „Der Traumpalast“ lässt er nun das Berlin der 1920er Jahre in faszinierenden Bildern wieder auferstehen. Am 26. Oktober, also pünktlich zu den Verler Literaturtagen, erscheint der zweite Teil "Der Traumpalast - Bilder von Liebe und Macht".

 

1925: Berlin ist die flirrende Metropole Europas. Nach dem Chaos von Straßenkämpfen und Inflation gibt es nur noch eine Richtung: aufwärts! Auch für Rahel und Tino brechen goldene Zeiten an. Während sie zum neuen Star der Ufa ausgerufen wird, treibt er den kometenhaften Aufstieg der Filmfabrik voran. Aber dunkle Wolken ziehen auf, Nazis marschieren durch die Straßen, und unversehens wird Rahels und Tinos Liebe auf eine Probe gestellt, die stärker zu sein droht als sie. Als die Ufa zum Spielball der politischen Mächte wird, muss Tino, um ihre Liebe zu retten, eine furchtbare Entscheidung treffen … Nach "Im Bann der Bilder" ist "Bilder von Liebe und Macht" der große Abschluss von "Der Traumpalast".

 

Peter Prange ist Autor für Belletristik, Drehbücher und Sachliteratur. Der Durchbruch als Romanautor gelang ihm mit „Das Bernstein-Amulett“ (für die ARD als Zweiteiler verfilmt). Es folgten die historischen Romane seiner Weltenbauer-Serie (u. a. Die Principessa, Die Philosophin, Die Rebellin, Die Gottessucherin), in denen er tausend Jahre europäische Geschichte in epochemachenden Ereignissen erzählt. 2007 erschien sein Bestseller „Der letzte Harem“ über die Geburt der modernen Türkei. 2016 folgte sein Deutschland-Roman „Unsere wunderbaren Jahre“, die Geschichte der Bundesrepublik vom ersten bis zum letzten Tag der D-Mark, und 2018/19 „Eine Familie in Deutschland“, die deutsche Jahrhundert-Tragödie von der Machtergreifung 1933 bis zur Kapitulation 1945 in zwei Bänden.

 

Seine Bücher wurden in 24 Sprachen übersetzt und haben mittlerweile eine internationale Gesamtauflage von mehr als drei Millionen Exemplaren.

 

Termin: Dienstag, 8. November 2022, 19.30 Uhr
Ort: Haus Ohlmeyer (Brummelweg 125)
Eintritt: 12 €

 

DIE LESUNG IST AUSVERKAUFT!

Das Grauen von Auschwitz hat die Überlebenden nie verlassen. Doch inwieweit prägte das Erlebte nicht nur die Opfer des Holocaust, sondern auch ihre Kinder und Enkel? In „Leben mit Auschwitz. Momente der Geschichte und Erfahrungen der Dritten Generation“ zeigt die Autorin Andrea von Treuenfeld, wie sehr Biografien durch das Erbe von Auschwitz auch weiterhin geprägt sind.

 

Andrea von Treuenfeld hat Enkelinnen und Enkel von Überlebenden der Todesmaschinerie von Auschwitz befragt, wie das Wissen um das Grauen der Massenmorde und das Erinnern daran ihr heutiges Leben in Deutschland beeinflussen. Sie lässt ihren Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartnern viel Raum, ihre Geschichten und die ihrer Angehörigen zu erzählen und zu reflektieren. Die Leserinnen und Leser erfahren nicht nur etwas über die unvorstellbaren Gräueltaten, sondern auch, wie tief die Überlebenden durch dieses Leid geprägt wurden und die daraus resultierenden Traumata an ihre Nachkommen weitergaben.

 

Während die Zweite Generation das Schweigen der Überlebenden noch akzeptierte, stellte die Dritte Generation Fragen. Die Leserinnen und Leser werden durch die Erzählungen Teil des schwierigen und bewegenden Antwortsuchens. Wie wichtig es ist, sich gerade im heutigen Deutschland gegen den wieder erstarkenden Antisemitismus und andere Formen der Diskriminierung zu positionieren, wird in diesen Passagen besonders deutlich.

 

Auf einer zweiten Ebene beschreibt das Buch die Geschichte von Auschwitz und seiner Täter sowie die der juristischen und erinnerungskulturellen Aufarbeitung dieses Ortes. So ist ein eindringliches und aktuelles Buch entstanden, das zeigt, warum uns dieses Verbrechen an der Menschheit weiterhin beschäftigen sollte – und dass es eben keinen Schlussstrich des Gedenkens an diesen ungeheuren Zivilisationsbruch geben kann und darf.

 

Andrea von Treuenfeld, die als freie Journalistin und Autorin in Berlin lebt, war bereits 2017 bei den Verler Literaturtagen zu Gast, damals mit ihrem Buch „Erben des Holocaust“, in dem sie sich den Erfahrungen der Söhne und Töchter von Auschwitz-Überlebenden widmete. Das Literaturtage-Team freut sich, sie nun – am Gedenktag an die Reichspogromnacht 1938 – ein zweites Mal begrüßen zu dürfen und das Thema damit zu vertiefen.

 

Termin: Mittwoch, 9. November 2022, 19.30 Uhr
Ort: Knopfmuseum Verl (Sender Straße 1)
Eintritt: 12 €

 

DIE LESUNG IST AUSVERKAUFT!

Ein Förster auf der Suche nach Lösungen für die Klimakrise: Nach 25 Jahren als hessischer Forstbeamter beschließt Gerald Klamer, seinen Job zu kündigen, seine Wohnung aufzugeben und auf eigene Faust loszuziehen. Auf 6.000 Kilometern quer durch fast alle Bundesländer und Nationalparks Deutschlands will er herausfinden, wie es wirklich um unsere Wälder bestellt ist. Entstanden ist daraus sein Buch „Der Waldwanderer“.

 

Die Waldproblematik ist zum einen im Klimawandel begründet, zum anderen aber auch in unserem Umgang mit dem Wald. Lange Zeit war er für viele lediglich eine Art Holzfabrik, seine Funktion als wichtiges Ökosystem wurde kaum wahrgenommen. Nach Dürresommern, Borkenkäferplagen und Kahlschlägen ist die Situation in einigen Teilen Deutschlands brenzlig. Anderswo hingegen entdeckt Gerald Klamer fast schon urwaldartige Zustände, die Hoffnung geben, dass unsere Wälder noch nicht verloren sind.

 

Unterwegs trifft er auf Förster, Bürgerinitiativen, Wissenschaftler und andere Waldfreunde. Gemeinsam mit ihnen zeichnet er ein einmaliges Bild vom Zustand der deutschen Wälder. Er zeigt auf, was die Menschen jetzt für den Wald tun können, und entfacht die Begeisterung für den Wald und seine Bewohner noch mal ganz neu – denn nur was man liebt, das schützt man auch.

 

„Waldbegeisterung“ hat Gerald Klamer sein Projekt genannt. Im Februar 2021 ist er in Marburg losmarschiert mit dem Ziel, alle bedeutenden Waldgebiete Deutschlands zu besuchen und zu dokumentieren. Acht Monate war er unterwegs. Aktiv gewandert ist er 236 Tage, 20 bis 30 Kilometer täglich. Einmal pro Woche gönnte er sich eine feste Unterkunft, ansonsten verbrachte er die Nächte im Wald. „Dem Wald geht es so schlecht wie nie zuvor. Ich wollte das Thema in die Öffentlichkeit tragen und Aufmerksamkeit erregen“, erklärte Klamer. Dies ist ihm auch gelungen: Während seiner Wanderung gab es viele Fernsehberichte und Zeitungsartikel – und nun das Buch.

 

Gerald Klamer, geboren 1967, war mehr als 25 Jahre Förster in Hessen. Daneben gilt seine Leidenschaft dem Wandern, vor allem in Wildnisgebieten überall auf der Welt. Er machte zahlreiche mehrmonatige Touren, unter anderem durch den Himalaja, die Anden, die Rocky Mountains, die Alpen und Skandinavien. Auf diesem Erfahrungsschatz aufbauend nahm er die Herausforderung an, fast 6.000 Kilometer durch Deutschland zu laufen. In seinen Blogs „Waldbegeisterung“ und „Trekking wild“ erzählt er außerdem regelmäßig von seinen Naturbeobachtungen und Reisen.
 

Termin: Donnerstag, 10. November 2022, 19.30 Uhr
Ort: Droste-Haus (Schillingsweg 11)
Eintritt: 12 €

 

DIE LESUNG IST AUSVERKAUFT!

Lange Zeit hat die Sängerin und Schauspielerin Patricia Prawit die Rolle der Marlene Dietrich in einer glamourösen Gala-Show in Berlin verkörpert. Nun nähert sie sich dem unsterblichen Mythos der Dietrich von einer anderen Seite: mit dem Lese-Konzert „Nachtgedanken“, das dem Publikum eine eher unbekannte Seite der Ausnahmekünstlerin näherbringt. Denn im Mittelpunkt des Abends, den Patricia Prawit bei den 6. Verler Literaturtagen präsentiert, stehen Gedichte aus der Feder von Marlene Dietrich.

 

Mit 75 Jahren zog sich die Film-Diva, die 1930 durch Josef von Sternbergs Film „Der blaue Engel“ berühmt wurde und schon zu Lebzeiten ein Mythos war, vollkommen aus der Öffentlichkeit zurück und verschanzte sich bis zu ihrem Tod im Mai 1992 in ihrer großen Wohnung in Paris, wo sie unter schlaflosen Nächten litt. Dann setze sie sich hin und schrieb Gedichte. Ihre Tochter Maria Riva hat die Texte später veröffentlicht – unter dem treffenden Titel „Nachtgedanken“.

 

Es sind melancholische und scharfsinnige Erinnerungen einer Frau, die sehr einsam gewesen sein muss. In ihren Gedichten lässt Marlene Dietrich in kurzen Momentaufnahmen auch die Großen ihrer Zeit lebendig werden, darunter Jean Gabin, Billy Wilder, Ernest Hemingway, Edith Piaf, General de Gaulle, Charlie Chaplin oder Frank Sinatra.

 

In einer unterhaltsamen Mischung aus den Gedichten der Dietrich, Anekdoten und Bildern aus ihrem bewegten Leben sowie Musik von Friedrich Holländer, Edith Piaf, Gilbert Bécaud, Hildegard Knef und Burt Bacharach gibt Patricia Prawit Einblicke in die weniger bekannten Facetten der Ausnahme-Künstlerin. Neben der selbstbewussten und eigensinnigen Perfektionistin offenbaren die Gedichte auch eine verletzliche Schauspielerin, Sängerin, Liebhaberin, Stil-Ikone, Mutter und emanzipierte Frau. 

 

Termin: Freitag, 11. November 2022, 19.30 Uhr
Ort: Bibliothek Verl (Hauptstraße 15)
Eintritt: 12 €

 

Für den Besuch der Veranstaltung ist eine vorherige verbindliche Kartenreservierung im Bürgerservice Verl unter Tel. (05246) 961-196 oder per Mail an buergerservice@​verl.de erforderlich. Bei der Reservierung müssen die eigenen Kontaktdaten, die Zahl der gewünschten Karten und die Kontaktdaten möglicher Begleitpersonen angegeben werden. Abgeholt und bezahlt werden die Karten am Veranstaltungsabend. Werden Plätze reserviert und ohne Stornierung bis spätestens eine Woche vor der Veranstaltung nicht eingelöst, wird der Eintrittspreis trotzdem erhoben.

Ein neuer Fall für Jan Oldinghaus: Mit „Mord auf Westfälisch“ hat Jobst Schlennstedt seinen mittlerweile fünften Kriminalroman über den Bielefelder Ermittler vorgelegt. Und diesmal wird es für den Kommissar sehr persönlich.

 

Im Leben von Kriminalkommissar Jan Oldinghaus stehen Veränderungen ins Haus, und zwar buchstäblich. Ein neuer Teilhaber des elterlichen Hofs, der bekannte Wurstfabrikant und Multimillionär Hagen Piepenbrock, mischt die Familie mit seinen Plänen für das Gut auf. Dann erschüttern zwei kaltblütige Morde Ostwestfalen. Die Ermittlungen führen Jan und sein Team ausgerechnet zu Piepenbrocks Firma. Als auch noch ein Anschlag auf dessen Villa in Bad Oeynhausen verübt wird und der sogenannte Wurstbaron spurlos verschwindet, eskaliert die Lage...

 

Jobst Schlennstedt wurde 1976 in Herford geboren. 21 Jahre blieb er der Stadt treu, ehe er sein Geografiestudium an der Universität Bayreuth begann. Seit Anfang 2004 lebt er in Lübeck. Im Emons Verlag veröffentlicht er Küsten- und Westfalen-Krimis sowie Titel aus der 111-Orte-Reihe.

 

Termin: Samstag, 12. November 2022, 19.30 Uhr
Ort: Deutsches Haus (Hauptstraße 26)
Eintritt: 12 €

 

Für den Besuch der Veranstaltung ist eine vorherige verbindliche Kartenreservierung im Bürgerservice Verl unter Tel. (05246) 961-196 oder per Mail an buergerservice@​verl.de erforderlich. Bei der Reservierung müssen die eigenen Kontaktdaten, die Zahl der gewünschten Karten und die Kontaktdaten möglicher Begleitpersonen angegeben werden. Abgeholt und bezahlt werden die Karten am Veranstaltungsabend. Werden Plätze reserviert und ohne Stornierung bis spätestens eine Woche vor der Veranstaltung nicht eingelöst, wird der Eintrittspreis trotzdem erhoben.

Sie ist eine der beliebtesten deutschen Film- und Fernsehschauspielerinnen. Aber auch als Autorin ist Andrea Sawatzki ausgesprochen erfolgreich: Ihre Bücher landen regelmäßig auf den Bestsellerlisten. Mit „Brunnenstraße“ hat sie nun ihren wohl persönlichsten Roman vorgelegt, der ihrer eigenen Kindheit sehr nahekommt.

 

Es ist keine Kindheit wie jede andere. Eine, die Andrea Sawatzki wie in einem Kurzfilm einfängt: 1971 wird der Journalist Günther Sawatzki von seiner Stelle in London abgezogen und geht zu seiner Familie nach Deutschland zurück. Aber er will sein altes Leben aufgeben und mit seiner Geliebten zusammen sein, mit der er eine Tochter hat: Andrea.

 

Doch bald stellt sich heraus, dass dieser weltläufige und gebildete Mann schwer krank ist. Das Geld wird knapp, die Mutter muss wieder als Nachtschwester arbeiten, und die zehnjährige Andrea kümmert sich um den dementen Vater, der launisch, ungeduldig und jähzornig ist. Es entspinnt sich ein geheimes Leben zwischen den beiden von Nähe und Entfremdung, Liebe und Überforderung. Bis zu seinem katastrophalen Ende.

 

Andrea Sawatzki, geboren 1963, hat sich als Schauspielerin, Autorin und Hörspielsprecherin einen Namen gemacht. Nach Engagements an verschiedenen deutschen Theatern wurde sie erstmals 1997 mit ihrer Darstellung der Alma Siebert in „Die Apothekerin“ einem breiten Publikum bekannt. Es folgten zahlreiche Kinofilme und Fernsehmehrteiler sowie die „Tatort“-Rolle als Hauptkommissarin Charlotte Sänger, die sie 2001 bis 2009 spielte.

 

Nach ihrem Spiegel-Bestseller „Ein allzu braves Mädchen“ erschien die turbulente Weihnachtskomödie „Tief durchatmen, die Familie kommt“. Mit „Von Erholung war nie die Rede“, „Ihr seid natürlich eingeladen“, „Andere machen das beruflich“ und „Woanders ist es auch nicht ruhiger“ veröffentlichte sie mittlerweile vier weitere Bücher um die Familie Bundschuh. Alle fünf Bände wurden mit Andrea Sawatzki, Axel Milberg und anderen für das ZDF verfilmt. Mit ihrem Mann, dem Schauspieler und Autor Christian Berkel, ihren gemeinsamen zwei Söhnen und einem Hund lebt Andrea Sawatzki in Berlin.

 

Termin: Sonntag, 13. November 2022, 11.00 Uhr
Ort: Pädagogisches Zentrum der Gesamtschule (St.-Anna-Straße 28)*
*Die Veranstaltung war ursprünglich bei Möbel Beckhoff geplant, wird aber aufgrund der großen Nachfrage aus Platzgründen in das Pädagogische Zentrum verlegt.
Eintritt: 14 €

 

DIE LESUNG IST AUSVERKAUFT!

Zum Abschluss der 6. Verler Literaturtage stellt Sonia Mikich ihr neues Buch „Aufs Ganze. Eine Tochter aus scheckigem Haus“ vor. Die autobiografische Erzählung ist eine regelrechte Achterbahnfahrt durch das Leben der renommierten Journalistin und Autorin sowie über den Globus. In den Mittelpunkt stellt Sonia Mikich dabei ihre langjährige Arbeit für den WDR und die ARD als Journalistin, Moderatorin und Programmverantwortliche.

 

Gleich zu Anfang ihres Buchs stellt die Autorin sich vor: „Scheidungswaise, Kleineleutekind, Britin, Halb-Serbin, Linke, Feministin, Kabarettistin, Punksängerin, Akademikerin, Auslandskorrespondentin, kinderlos, zwei Mal Gattin, Abenteuerin, Kriegsreporterin, Chefredakteurin.“ Das Ergebnis dieser Vielfalt ist eine Autobiografie, die vor Abenteuern und extremen Erlebnissen fast aus den Nähten platzt. Dazu ist Sonia Mikich eine faszinierende Erzählerin und beschreibt Menschen und Orte so lebendig, dass man glaubt, sie zu kennen.

 

Mut und Risikobereitschaft zeigte Sonia Mikich nicht nur in ihren Reportagen aus Tschetschenien oder Afghanistan, Ex-Jugoslawien und den USA. Ähnlich spannend, dramatisch und manchmal auch komisch lesen sich ihre Geschichten über die Welt der Medien, über ihre turbulente Kindheit zwischen England, Jugoslawien und dem Ruhrpott, ihre rebellischen Aufbruchsjahre zwischen Pop und Politik in der Gegenkultur der 70er Jahre sowie ihre Portraits von Menschen aus der ganzen Welt, die ihre Freunde und Freundinnen geworden sind, auch ihre Lebensgefährten.

 

Eine Einzelgängerin, die vom Rand her die Welt beobachtet: lächelnd, staunend und mit den Schultern zuckend, weil Menschen interessant und fehlbar sind – wie sie selbst. 

 

Sonia Mikich, geboren 1951 in Oxford, arbeitete als Journalistin, Moderatorin und Chefredakteurin beim WDR. Ab 1992 war sie ARD-Korrespondentin in Moskau, ab 1996 Studioleiterin und von 1998 bis 2002 Studioleiterin der ARD in Paris. Für ihre Arbeit erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Deutschen Kritikerpreis (2001), den Telestar (1996) sowie das Bundesverdienstkreuz (1998).

 

Termin: Montag, 14. November 2022, 19.30 Uhr
Ort: Pädagogisches Zentrum der Gesamtschule Verl (St.-Anna-Straße 28)
Eintritt: 12 €

 

Für den Besuch der Veranstaltung ist eine vorherige verbindliche Kartenreservierung im Bürgerservice Verl unter Tel. (05246) 961-196 oder per Mail an buergerservice@​verl.de erforderlich. Bei der Reservierung müssen die eigenen Kontaktdaten, die Zahl der gewünschten Karten und die Kontaktdaten möglicher Begleitpersonen angegeben werden. Abgeholt und bezahlt werden die Karten am Veranstaltungsabend. Werden Plätze reserviert und ohne Stornierung bis spätestens eine Woche vor der Veranstaltung nicht eingelöst, wird der Eintrittspreis trotzdem erhoben.

Kartenreservierung

Für den Besuch der Veranstaltungen ist eine vorherige verbindliche Kartenreservierung im Bürgerservice Verl unter Tel. (05246) 961-196 oder per Mail an buergerservice@​verl.de erforderlich. Bei der Reservierung müssen die eigenen Kontaktdaten, die Zahl der gewünschten Karten und die Kontaktdaten möglicher Begleitpersonen angegeben werden. Abgeholt und bezahlt werden die Karten am Veranstaltungsabend. Werden Plätze reserviert und ohne Stornierung bis spätestens eine Woche vor der Veranstaltung nicht eingelöst, wird der Eintrittspreis trotzdem erhoben.

Corona-Hinweise

Die Stadt Verl richtet sich bei der Durchführung der Literaturtage nach den aktuell gültigen Corona-Regelungen. Bitte beachten Sie, dass kurzfristige Änderungen möglich sind.

Ihr Kontakt

Elke Hänel
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Raum: 110
Telefon: 05246 / 961-103
Rathaus
Raum 110
Paderborner Str. 5
33415 Verl
Tag
Montag:8 bis 12.30 Uhr & 14 bis 16.30 Uhr
Dienstag:8 bis 12.30 Uhr & 14 bis 16.30 Uhr
Mittwoch:8 bis 12.30 Uhr & 14 bis 16.30 Uhr
Donnerstag:8 bis 12.30 Uhr & 14 bis 17.30 Uhr
Freitag:8 bis 12.30 Uhr
Samstag:geschlossen
Sonntag:geschlossen

Der Fachbereich Soziales und der Fachbereich Bauaufsicht sind mittwochs geschlossen. Das Standesamt ist mittwochs nachmittags geschlossen.