Der Eichen-Prozessionsspinner tritt in diesem Jahr im Verler Stadtgebiet besonders häufig auf. Der städtische Bauhof ist deshalb derzeit verstärkt im Einsatz, um befallene Bäume auf öffentlichen Flächen von Nestern zu befreien – insbesondere dort, wo die Brennhaare der Raupen eine besondere Gefahr für Bürgerinnen und Bürger darstellen können.
Bei der Bekämpfung setzt die Stadt klare Prioritäten: Vorrang haben innerörtliche Bereiche sowie stark frequentierte öffentliche Orte wie Kinderspielplätze, Schulen, Kindertageseinrichtungen, Bushaltestellen, Fußwege oder Sitzgelegenheiten. Aufgrund des derzeit starken Befalls können Wirtschaftswege zunächst nicht in gleichem Umfang berücksichtigt werden.
Wer Raupen oder Nester entdeckt, sollte ausreichend Abstand halten und diese keinesfalls selbst entfernen. „In den Nestern ist die Konzentration der Brennhaare besonders hoch. Deshalb ist das Ablösen der Nester eine Aufgabe für Fachpersonal, das eine entsprechende Schutzausrüstung trägt und dafür sorgt, dass die Raupen sowie alle Brennhaare gründlich entfernt werden“, erklärt Bauhofleiter Marcel Lausch.
Gefährlich sind nicht die Falter, sondern die Raupen. Ab etwa Mai bilden sie feine Brennhaare, die durch den Wind verbreitet werden können und bei Menschen sowie Tieren Hautreizungen, allergische Reaktionen oder Atemwegsbeschwerden auslösen können. Die Raupen leben überwiegend auf Eichen und bilden dort auffällige graue Gespinstnester.
Bürgerinnen und Bürger können Verdachtsfälle an städtischen Bäumen unkompliziert über den Mängelmelder der Stadt Verl einreichen. Der Bauhof überprüft die Hinweise und veranlasst bei Bedarf die fachgerechte Beseitigung der Nester.

